Formel 1 News: Wehmut in den Dünen: Das Formel-1-Aus von Zandvoort

PS-Party in Orange. Die Fans lieben den Grand Prix der Niederlande, die Fahrer den Kurs in Zandvoort. Nur weiter geht es nicht.

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In der Formel-1-Weltmeisterschaft treten professionelle Rennfahrer in bis zu 23 Rennen pro Jahr an. Hier fährt ein Safety Car vor dem Teilnehmerfeld beim Großen Preis von Belgien. (Foto) Suche
In der Formel-1-Weltmeisterschaft treten professionelle Rennfahrer in bis zu 23 Rennen pro Jahr an. Hier fährt ein Safety Car vor dem Teilnehmerfeld beim Großen Preis von Belgien. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Beata Zawrzel

Die Fahrer blicken bereits mit Wehmut auf das Formel-1-Aus von Zandvoort nach dem Rennen an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL). Nach der Rückkehr in den Kalender 2021 mit dem Großen Preis der Niederlande wird dann vorerst wieder Schluss sein, ein erneutes Comeback des spektakulären Dünen-Kurses an der Nordsee gilt als sehr unwahrscheinlich. "Es ist eine der besten Strecken im Kalender. Ich werde sie ganz gewiss vermissen", betonte Lokalmatador Max Verstappen.

Auch die Vertragsverlängerung des Niederländers bei Red Bull bis Ende 2030 wird nichts mehr ändern. Der Entschluss der Veranstalter steht schon lange fest.

"Wir sind ein privat geführtes Unternehmen und müssen die Chancen, die sich aus der weiteren Ausrichtung der Veranstaltung ergeben, gegen andere Risiken und Verantwortlichkeiten abwägen", hatte Robert van Overdijk, Direktor des Grand Prix, bei der damaligen Ankündigung betont: "Wir wollten diesen Schritt gehen, solange unsere Veranstaltung von leidenschaftlichen Fans, Einwohnern und der Formel-1-Gemeinschaft geliebt und unterstützt wird."

Premiere in Madrid, Bangen um Katar und Abu Dhabi

Den Fahrern tut's leid. "Es ist ein großartiges Rennen, wir alle genießen es", sagte Sergio Pérez aus Mexiko von Cadillac. Die Strecke habe Charakter, meinte Ferraris Charles Leclerc aus Monaco. Und Nico Hülkenberg, der einzige Deutsche im Feld von Audi, erklärte: "Es ist ein echtes Fest, ich habe es hier in den letzten Jahren sehr genossen und werde es daher vermissen."

Dass ein Grand Prix, der mit stimmungsvollen Bildern und vollen Tribünen werben kann, nicht mehr dabei sein wird, zeigt auch das Spannungsfeld der Formel 1 zwischen der Eroberung weiterer und neuer Märkte und dem früheren Kernmarkt Europa.

Am 13. September kommt es zur Premiere in Madrid, anderseits stehen die Rennen Ende der Saison in Katar und Abu Dhabi wegen des Iran-Kriegs wohl auf der Kippe. Und seit Jahren gehört Deutschland, einst mit dem Nürburgring und dem Hockenheimring vertreten, nicht mehr zum festen Rennkalender.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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