TV: Märtens kritisiert ARD: "Schande" - Sender entschuldigt sich

Das bisher erfolgreichste Rennen der Schwimm-EM für Deutschland wird hierzulande nicht live im Fernsehen oder im Stream gezeigt. Ein Olympiasieger sagt deutlich, was er davon hält. Die ARD reagiert.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Eilmeldungen aus dem Bereich Sport auf news.de. (Foto) Suche
Aktuelle Eilmeldungen aus dem Bereich Sport auf news.de. Bild: Adobe Stock / mykhailobokovan

Olympiasieger Lukas Märtens hat nach Gold und Silber für Johannes Liebmann und Sven Schwarz bei der Schwimm-EM deutliche Kritik an der ARD geübt. "Dass das nicht im TV übertragen wird, ist eine absolute Schande, finde ich", sagte Märtens am Tag nach dem Rennen über 800 Meter Freistil. Die ARD entschuldigte sich und räumte einen Planungsfehler ein.

Der 24-jährige Märtens ergänzte: "Weil das hat so ein Junge verdient, das hat Sven verdient, das hat einfach der ganze Schwimmsport verdient. Und dass man dann einfach zu den Leichtathleten schaltet, obwohl da nicht so wirklich viel passiert ist gestern - fragwürdig finde ich, aber ändert sich hoffentlich."

Das Rennen in Paris hatte am Mittwoch während der 20-Uhr-Tagesschau stattgefunden. Nach der Nachrichten-Sendung schaltete die ARD als übertragender Sender nicht zum Schwimmen, sondern zunächst zur Leichtathletik-EM nach Birmingham. Auch im Livestream war das Rennen nicht zu sehen. Der Wettkampf, in dem sich Liebmann zum ersten deutschen Europameister über 800 Meter Freistil überhaupt krönte, wurde später gezeigt.

So reagiert die ARD

"Bei der produktionellen Planung der Livestreams von der Schwimm-EM in Paris ist uns ein Fehler unterlaufen, mit der Folge, dass die Wettbewerbe am gestrigen Abend mit der Freistil-Entscheidung über 800 Meter nicht live abgebildet wurden", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. "Diesen Fehler bitten wir zu entschuldigen."

"Wir hoffen, alle Interessierten haben den Wettbewerb, den wir dann am späteren Abend gegen 21.30 Uhr in voller Länge während unserer Live-Übertragung von der Leichtathletik-EM gezeigt haben, sehen können", sagte der ARD-Sportchef.

Hohes Interesse bei Zuschauern

Das Zuschauerinteresse war auf jeden Fall bei beiden Sportarten hoch. Durchschnittlich 4,08 Millionen Menschen sahen das Schwimmen im Fernsehen. Damit stieg die Reichweite sogar noch nach der Leichtathletik mit zuvor 3,71 Millionen.

Balkausky kündigte an: "Für unsere nächsten Sendetage, an denen wir Leichtathletik in Birmingham und Schwimmen in Paris miteinander verbinden, haben wir vorgesorgt: Sowohl am Freitag als auch am Sonntag wird es einen Livestream vom Schwimmen bis zum Ende der Wettbewerbe geben."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Sport":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.