Fußball News: Conmebol prüft FIFA-Pläne und fordert mehr Informationen
Die UEFA und andere Kontinentalverbände drohen mit Boykott, der südamerikanische Verband Conmebol bleibt vorsichtig: Die FIFA sorgt mit ihren Milliarden-Plänen für Unruhe.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der südamerikanische Fußballverband Conmebol hat im Streit um die Investorenpläne des Weltverbandes FIFA zunächst keine inhaltliche Position bezogen. Stattdessen kündigte der Kontinentalverband an, die Pläne weiter zu prüfen und forderte zusätzliche Informationen von der FIFA an.
Die Conmebol teilte mit, sie habe nach Bekanntwerden des Projekts FIFA Forward Enterprise (FFE) Beratungen mit ihren Mitgliedsverbänden anberaumt. Zudem bat der Verband die FIFA um Erläuterungen zu Struktur, Governance und möglichen Auswirkungen des Projekts. Die Conmebol wolle weiter "mit Umsicht, Verantwortung und im Geist der Zusammenarbeit" handeln und sich ausschließlich über die institutionellen Kanäle und nach den Grundsätzen guter Verbandsführung für die Stärkung des Weltfußballs einsetzen, hieß es.
Zugleich rief der südamerikanische Verband zur Geschlossenheit auf. "Der Fußball steht immer an erster Stelle", hieß es in der Stellungnahme. Kommerzielle und finanzielle Entscheidungen müssten der Entwicklung des Fußballs dienen und dürften niemals über dessen Wesen gestellt werden.
Die FIFA hatte angekündigt, mit dem teilweisen Verkauf kommerzieller Rechte unter anderem an Weltmeisterschaften, Milliarden einnehmen zu wollen. Dafür soll die Tochtergesellschaft FFE gegründet werden. Gegen diese Pläne regt sich Widerstand: Die UEFA und die Concacaf lehnen das Vorhaben ab, die UEFA droht im Fall einer Umsetzung sogar mit einem Boykott von FIFA-Wettbewerben. Auch die asiatische Konföderation AFC hatte sich zuletzt mit UEFA und Concacaf solidarisiert und Kritik am Vorgehen der FIFA geäußert.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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