Fußball-WM: Klinsmann über DFB-Team: "Sie waren zu weich"
Jürgen Klinsmann findet klare Worte zur Nationalmannschaft und zu den Gründen für das WM-Debakel. Hoffnung gibt ihm der designierte Bundestrainer.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann sieht Mängel in der Körperlichkeit als eine der Ursachen für das WM-Scheitern der deutschen Nationalmannschaft. "Sie waren zu weich, sie waren nicht fähig, zu leiden oder auch mal die Ellbogen auszufahren und sich Respekt zu verschaffen", sagte Klinsmann dem TV-Sender Sky.
Als Vorbild in dieser Hinsicht nannte der 61-Jährige Titelverteidiger Argentinien. "Was die Argentinier der ganzen Welt vorgemacht haben bei diesem Turnier ist einfach: Vielleicht sind wir nicht die beste Mannschaft, aber wir sind bereit bis an die Grenzen und darüber hinauszugehen und Spiele in den letzten Minuten zu entscheiden", sagte Klinsmann. Dies habe in der Vergangenheit auch die DFB-Auswahl gekonnt.
"Wir müssen uns dafür schämen"
Bei dieser WM war das deutsche Team bereits im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden. In den beiden vorangegangenen WM-Turnieren scheiterte die Nationalmannschaft sogar schon in der Gruppenphase. "Wir sind jetzt absolut im Mittelmaß, ganz verloren irgendwo angekommen", sagte Klinsmann bei Sport1.
Er habe daher im Spaß zu italienischen Freunden gesagt: "Besser dreimal nicht hinfahren, als dreimal gleich nach Hause zu gehen." Italien hatte die Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 verpasst. Aber auch das deutsche Team fange jetzt weit unten an. "Wir müssen uns dafür schämen. Wir müssen eingestehen, dass viel, viel falsch gemacht wurde", sagte Klinsmann.
Er hoffe nun auf einen Neustart unter Jürgen Klopp als Bundestrainer. "Ich wünsche es mir sehr, weil er ein Typ ist, der so einen Neuanfang starten kann, weil er die Energie hat, die positive Art, andere Leute mit ins Boot zu bringen", erklärte der Weltmeister von 1990.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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