Fußball-WM: Messi-Coach Scaloni: WM-Halbfinale von Geschichte trennen

Argentinien gegen England ist mehr als ein Fußballspiel. Es geht auch um die Nachwehen des Falkland-Krieges. Doch davon will Argentiniens Trainer nichts wissen.

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Die Maskottchen der Fußball-WM 2026: Maple, der Elch, für Kanada, Zayu, der Jaguar, für Mexiko, und Clutch, der Adler, für die USA. (Foto) Suche
Die Maskottchen der Fußball-WM 2026: Maple, der Elch, für Kanada, Zayu, der Jaguar, für Mexiko, und Clutch, der Adler, für die USA. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Sam Corum

Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hat vor einer Vermischung des WM-Halbfinals gegen England mit dem Falkland-Krieg vor 44 Jahren gewarnt. "Wir denken an Argentinier, an Menschen, die wir im Krieg verloren haben. Aber das müssen wir von dem Spiel trennen", sagte Scaloni vor dem heutigen Spiel in Atlanta (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV).

Der 48-Jährige verwies darauf, dass der militärische Konflikt lange her und Geschichte sei. "Was haben die Spieler damit zu tun?", fragte Scaloni. "Es wäre falsch, das mit dem Spiel zu vermischen." In dem sportlichen Duell ermitteln die Teams den Finalgegner von Spanien.

Diego Maradona hatte 1986 nach dem 2:1 im WM-Viertelfinale gegen England gesagt, dass dieser Erfolg auch Rache für die Opfer des Krieges sei. Die damalige Militärjunta Argentiniens hatte den von April bis Juni 1982 andauernden Krieg mit Großbritannien begonnen und war ein Jahr später an der Niederlage gescheitert. Das Land ging in eine Demokratie über.

Blaue Trikots? Nicht auf Scalonis Wunsch

Bei jenem 2:1 in Mexiko-Stadt, wo Maradona beim ersten Tor die "Hand Gottes" zu Hilfe genommen hatte, hatte Argentinien in den dunkelblauen Auswärtstrikots gespielt. Selbiges galt für den Sieg im WM-Achtelfinale 1998 in Saint-Étienne. Auch heute wird Argentinien dieses Trikot tragen - in dem südamerikanischen Land wird dies als gutes Omen empfunden.

Argentinien ist von der Ansetzung die Auswärtsmannschaft. Zuvor war gemunkelt worden, der Verband habe diesen Wunsch bei der FIFA hinterlegt. Trainer Scaloni bestritt eine Einmischung seinerseits: "Ich habe das blaue Trikot nicht verlangt."

Dabei wäre er bei seinem englischen Amtskollegen Thomas Tuchel auf volles Verständnis gestoßen. "Wenn es um Aberglaube geht, hätte ich dasselbe gemacht. Ich habe auch meine Routinen", sagte der Schwabe. Tuchel hatte erst in der Pressekonferenz vor dem Spiel von der Trikotfarbe erfahren.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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