Titelkampf: Hamburger Boxer Kadiru verliert WM-Kampf im Schwergewicht

Die Chance kam unerwartet, und er konnte sie nicht nutzen: Peter Kadiru durfte als Ersatzmann um den WM-Titel im Schwergewicht kämpfen. Doch wurden ihm die Grenzen aufgezeigt.

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Der Hamburger Profi-Boxer Peter Kadiru hat den Kampf um den Weltmeistertitel im Schwergewicht des Verbands WBA verloren. Der 29 Jahre alte Außenseiter verlor in Moskau gegen den russischen Titelverteidiger Murat Gassiew durch technischen K.o. Kadirus Betreuer warfen nach einer Minute der sechsten Runde das Handtuch. Wegen Russlands Angriffskriegs gegen die Ukraine und den Sanktionen gegen Russland war der Austragungsort höchst umstritten.

Kadiru bekam sehr kurzfristig die Chance auf den Kampf um den WM-Gürtel. Möglich machte das die Niederlegung der Titel durch Box-Star Oleksandr Usyk. Dadurch stieg nicht nur der deutsche Profi Agit Kabayel zum Weltmeister des Verbands WBC auf. Auch der frühere Cruisergewichts-Weltmeister Gassiew war von der WBA zum "vollwertigen" Champion im Schwergewicht aufgewertet worden.

Kadiru springt als Ersatz ein

Ursprünglich war der französische Olympiasieger Tony Yoka (34) als Herausforderer Gassiews vorgesehen. Er fiel aber wegen einer Rückenverletzung aus. Daraufhin nahm Kadirus Agentur Ringside Zone nach eigenen Angaben Kontakt zum Management von Gassiew auf. Dieses stimmte wenige Tage später einem Duell zu. Kadiru hatte sich am 15. Mai mit seinem Erfolg gegen den deutschen Profi Senad Gashi den WBA-Continentaltitel gesichert.

Kadiru wurde in der Jugend und bei den Amateuren dreimal Europameister, gewann WM-Silber sowie 2014 bei den zweiten Olympischen Jugend-Sommerspielen Gold. Er galt früh als eines der größten deutschen Schwergewichtstalente. Als Profi steht er jetzt bei 23 Siegen und zwei Niederlagen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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