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Fußball-WM: Wie Schiedsrichter-Boss Collina die WM-Referees verteidigt

Ägyptens Fußballer fühlen sich nach dem WM-Aus gegen Argentinien mit Superstar Lionel Messi betrogen. Der Schiri-Boss des Fußball-Weltverbands will das nicht auf sich sitzen lassen.

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Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. (Foto) Suche
Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. Bild: Adobe Stock / U. J. Alexander

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat nach der offiziellen Beschwerde Ägyptens den französischen Referee François Letexier und dessen WM-Kollegen grundsätzlich verteidigt. Niemand dürfe die Integrität der Unparteiischen infrage stellen. "Ebenso kann niemand behaupten, dass die FIFA-Schiedsrichterabteilung von irgendjemandem beeinflusst werden kann, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten", sagte der 66 Jahre alte Italiener in einem Interview auf der Homepage des Fußball-Weltverbands.

Ägyptens Ärger

"Wenn dies geschieht, kann dies Reaktionen hervorrufen, die zu Drohungen gegen sie und ihre Familien führen. Das ist nicht richtig", erklärte Collina weiter.

Der ägyptische Fußballverband hatte nach dem Schiedsrichter-Ärger beim 2:3 im WM-Achtelfinale gegen Argentinien ein juristisches Nachspiel angekündigt. Er habe Beschwerde gegen Letexier und seine Assistenten eingereicht, sagte Verbandspräsident Hany Abo Rida. Er forderte zudem den Ausschluss des Schiedsrichterteams vom Turnier. Dieses habe entscheidende Fehler gemacht.

Collina erklärt zurück genommenes Tor

Unmittelbar vor dem 3:2-Siegtreffer der Argentinier durch Enzo Fernández in der Nachspielzeit (90.+2) hatte dessen Teamkollege Alexis Mac Allister den Ägypter Hamdi Fathi beim Eindringen in den argentinischen Strafraum am Trikot gezogen. Die Ägypter forderten Elfmeter, Letexier ließ weiterspielen.

Für viel Wut bei den Verlierern sorgte auch ein zurückgenommenes Tor von Mostafa Ziko. "Nach jedem Tor überprüft der VAR die Angriffsphase. Wird im Vorfeld des Tores ein Foul festgestellt, das als für das Tor ausschlaggebend erachtet wird, empfiehlt der VAR eine Überprüfung auf dem Spielfeld. Es gibt keine festgelegte Grenze hinsichtlich der Entfernung zum Tor oder der Zeitspanne zwischen dem Vorfall und dem Tor", erklärte Collina dazu.

Kritik an Referees immer lauter

Direkt nach dem WM-K.-o. in der Nachspielzeit hatte Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan schwere Vorwürfe erhoben: "Wir wurden heute ungerecht behandelt", sagte der 59 Jahre alte Coach. Seiner Meinung nach habe "die argentinische Seite Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt." Zuletzt war die Kritik auch an anderen WM-Referees beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko immer lauter und die Liste der Fehler immer länger geworden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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