Fußball-WM: Blatter kritisiert Infantino: "Hat sich Trump unterworfen"

Joseph Blatter kritisiert die FIFA und das Verhalten von Gianni Infantino erneut. Bei der Besetzung des FIFA-Präsidenten könnte sich der 90-Jährige in Zukunft einen Wandel vorstellen.

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Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. (Foto) Suche
Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. Bild: Adobe Stock / U. J. Alexander

Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter hat seinen Nachfolger Gianni Infantino im Umgang mit der Sperre des US-Spielers Folarin Balogun bei der WM erneut scharf kritisiert. "Der heutige FIFA-Präsident hat sich Donald Trump unterworfen. Das darf nicht passieren", sagte Blatter dem Schweizer Newsportal "nau.ch". Bereits am Vortag hatte Blatter die FIFA in einem Post bei X kritisiert.

Mit einem grundsätzlichen Blick auf die Besetzung des FIFA-Präsidenten könnte sich der Schweizer einen Wandel vorstellen. "Es braucht vor allem eine Persönlichkeit, die unabhängig ist", sagte der ehemalige Schweizer Fußballfunktionär. "Vielleicht sogar jemanden von außerhalb des Systems."

Balogun-Sperre von FIFA aufgehoben

Blatter kritisierte darüber hinaus das Verhalten des US-Präsidenten Donald Trump in der Causa Balogun. "Die Intervention von Trump ist inakzeptabel. So etwas hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben", sagte 90-Jährige. Zwischen einem Staatspräsidenten und dem FIFA-Präsidenten habe es in der Vergangenheit gegenseitigen Respekt gegeben, sagte Blatter weiter. Niemand wäre auf die Idee gekommen, Einfluss auf sportliche Entscheide zu nehmen.

Der US-Topstürmer Balogun war beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz geflogen und damit für die Achtelfinal-Partie gegen Belgien gesperrt worden. Die FIFA hob die Sperre aber noch auf. Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der FIFA um eine Überprüfung der Sperre gebeten, was für große Kritik gesorgt hatte. Balogun stand in der Startelf, die USA verlor gegen Belgien trotzdem mit 1:4 (1:2).

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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