Fußball-WM: "Fatales Signal": Ex-DFB-Richter warnt nach Balogun-Urteil

Die FIFA setzt Baloguns Sperre aus – für Hans E. Lorenz ist das Urteil "skandalös". Warum der Ex-DFB-Sportgerichtschef harte Kritik übt.

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Der offizielle Spielball der Fußball-WM 2026: Adidas Trionda. (Foto) Suche
Der offizielle Spielball der Fußball-WM 2026: Adidas Trionda. Bild: Adobe Stock / U. J. Alexander

Der langjährige DFB-Sportgerichtschef Hans E. Lorenz hat die FIFA wegen der aufgehobenen Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun scharf kritisiert und vor möglichen Folgen gewarnt. "Das ist ein fatales Signal für die Sportgerichtsbarkeit in aller Welt. Jeder gesperrte Spieler und sein Verein werden sich in Zukunft auf diese Entscheidung berufen", sagte Lorenz dem "Kicker".

Es werde größter Anstrengungen bedürfen, um diese Entwicklung einzufangen, betonte der frühere Vorsitzende des DFB-Sportgerichts zum Urteil des Weltverbands FIFA, für den er bis vor vier Wochen noch als Mediator tätig war. Balogun hatte im WM-Spiel gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners gelandet war und war für ein Spiel gesperrt worden. Die FIFA setzte die Sperre später für ein Jahr zur Bewährung aus, nachdem Medien zufolge US-Präsident Donald Trump interveniert haben soll.

Lorenz sieht Bruch mit Sperren-Praxis

"Bei diesem Foul - auch wenn sicher keine Verletzungsabsicht dabei war - nur ein Spiel Sperre zu geben, ist ein Geschenk. Dies nun auszusetzen, ist ein Skandal", sagte Lorenz und kritisierte, dass die FIFA allen Verbänden seit Jahrzehnten mit Sanktionen drohe, sollten sie das Prinzip der Mindestsperre von einem Spiel missachten.

"In der Bundesliga hätte Balogun wohl drei Spiele bekommen wegen rohen Spiels, dann hätte man über eine Reduzierung auf zwei diskutieren können. Aber so ist das nun wirklich skandalös", erklärte Lorenz weiter.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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