Fußball-WM: Fall Balogun: Besorgter DFB-Boss nimmt FIFA in die Pflicht

Eine angebliche Einflussnahme von Donald Trump und Gianni Infantino auf eine WM-Entscheidung treibt auch den DFB um. Der macht sich Sorgen um die "Integrität des Wettbewerbs".

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Der WM-Spielball vor den Landesflaggen der Gastgeberländer USA, Kanada und Mexiko. (Foto) Suche
Der WM-Spielball vor den Landesflaggen der Gastgeberländer USA, Kanada und Mexiko. Bild: Adobe Stock / j_chincoya

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat mit einer scharfen Aufforderung an den Fußball-Weltverband auf den Fall Folarin Balogun reagiert. "Die FIFA sollte sich jetzt rasch zu Berichten erklären, wonach der Entscheidung zur Aussetzung der Roten Karte gegen den amerikanischen Spieler Folarin Balogun ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino vorausgegangen sein soll", sagte der Spitzenfunktionär in einer Stellungnahme.

"Der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, muss zügig und schlüssig ausgeräumt werden. Es geht um die Integrität des Wettbewerbs und die Glaubwürdigkeit der FIFA", sagte Neuendorf weiter.

FIFA und Weißes Haus schweigen

Die FIFA hatte die Rot-Sperre von US-Torjäger Balogun aufgehoben. Der 25-Jährige hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners Tarik Muharemovic gelandet war.

"The Athletic" und die Nachrichtenagentur AP berichteten am Sonntag übereinstimmend, Trump habe bei Infantino angerufen, um sich für eine Aussetzung der Rot-Sperre des besten US-Torschützen für das WM-Achtelfinale gegen Belgien in Seattle einzusetzen (Dienstag 2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV). Weder die FIFA noch das Weiße Haus haben sich bisher dazu geäußert.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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