Formel 1 News: Russells Traum vom Traktor - Hamilton ohne Hund Roscoe

Mehr als eine halbe Million Fans wollen sich das Formel-1-Event in England nicht entgehen lassen. Die Hoffnungen der Briten ruhen auf Lewis Hamilton, George Russell und Lando Norris.

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In der Formel-1-Weltmeisterschaft treten professionelle Rennfahrer in bis zu 23 Rennen pro Jahr an. Hier fährt ein Safety Car vor dem Teilnehmerfeld beim Großen Preis von Belgien. (Foto) Suche
In der Formel-1-Weltmeisterschaft treten professionelle Rennfahrer in bis zu 23 Rennen pro Jahr an. Hier fährt ein Safety Car vor dem Teilnehmerfeld beim Großen Preis von Belgien. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Beata Zawrzel

Die Fans in Silverstone kreischen. Die ikonischen Nationalflaggen des Vereinigten Königreichs werden geschwenkt. In der Heimat des britischen Motorsports herrscht Ausnahmezustand, als die englischen Formel-1-Idole die Bühne betreten, um vor dem Grand Prix von Großbritannien an diesem Sonntag (16.00 Uhr/Sky) die Stimmung anzuheizen.

Lewis Hamilton, George Russell, Lando Norris sowie die Youngster Ollie Bearman (Haas) und Arvid Lindblad (Racing Bulls): Einer dieser Piloten soll bitte schön den neunten Saisonlauf des Jahres gewinnen. Selbst wenn in Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli der WM-Spitzenreiter aus Italien kommt und natürlich große Chancen hat, seine Mini-Durststrecke von zwei Rennen ohne Sieg zu beenden.

Lewis Hamilton

Silverstone ist das Formel-1-Wohnzimmer von Lewis Hamilton. Schon neunmal hat der Ferrari-Superstar auf seiner Hausstrecke gewonnen. "Diese Verbindung besteht schon seit 20 Jahren, sie ist also ziemlich tief. Sie hat sich über einen sehr langen Zeitraum hinweg entwickelt, seit meiner ersten Pole Position 2007. Es ist ein phänomenales Gefühl hierherzukommen", sagte Hamilton, der als WM-Dritter wieder im Titelrennen dabei ist.

"Es ist für uns Briten ein Privileg, hier zu sein und unser Land zu vertreten, zumal gerade so viele großartige sportliche Events stattfinden, von Wimbledon bis zur Fußball-WM", bemerkte Rekordweltmeister Hamilton. Die Veranstalter rechnen mit 565.000 Fans über das gesamte Grand-Prix-Wochenende.

Hamilton wird Silverstone seit dem Tod seines geliebten Hundes im vergangenen Jahr nun erstmals ohne Roscoe erleben. "Es ist irgendwie verrückt, denn ich erinnere mich, dass er immer die ganze Nacht geschnarcht hat, mitten in der Nacht aufgewacht ist und ich ihn nach draußen bringen musste, damit er vor Valtteris (sein ehemaliger Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas) Wohnwagen sein Geschäft verrichten konnte", erzählte Hamilton amüsiert. "Er ist einfach immer dorthin gegangen. Keine Ahnung, warum."

George Russell

George Russell ist auf dem Land in Norfolk aufgewachsen. Der mittlerweile siebenmalige Grand-Prix-Gewinner wagte als kleiner Junge nicht einmal von einem Sieg in Silverstone zu träumen. "Als ich ein Kind war, schien mir das einfach zu weit hergeholt", erzählte der Mercedes-Fahrer, der mit seinem Erfolg in Österreich vor einer Woche bis auf 40 Punkte an seinen Teamkollegen Antonelli herangekommen ist.

"Ich erinnere mich, dass ich als Kind davon geträumt habe, einen Massey-Ferguson-Traktor zu besitzen", sagte Russell weiter. "Denn das schien mir in Reichweite." Geld genug für einen Traktor hat Russell längst, einen Sieg bei seinem Heimrennen hat er aber noch nicht geschafft.

"Ich habe hier jetzt sicher meine beste Chance, aber darüber denke ich nicht wirklich nach", meinte Russell. "Ich konzentriere mich auf meine Abläufe und darauf, hart mit meinem Team zu arbeiten, weil ich weiß, dass genau das zum Sieg führt und nicht das Träumen davon."

Lando Norris

Im vergangenen Jahr herrschte in Silverstone Chaos. Im Regen beendete Nico Hülkenberg nach 238 vergeblichen Anläufen seine schwarze Serie und raste mit einer Meisterleistung vom vorletzten Startplatz bis auf Rang drei. Es war sein erstes Podest in seiner langen Karriere. Auch für Lando Norris war es ein außergewöhnliches Rennen: In seiner Weltmeistersaison stand der McLaren-Pilot vor seinem Heimpublikum erstmals ganz oben.

"Nach dem letzten Jahr, in dem ich sowohl das Rennen als auch die WM gewonnen habe, kann ich etwas entspannter hierherkommen, ohne das Gefühl zu haben, unter Druck zu stehen. Stattdessen habe ich den Wunsch, mein Heimrennen ein zweites Mal zu gewinnen", sagte Norris, der in dieser Saison aber nur WM-Fünfter ist.

Nach dem McLaren-Fahrer wurde sogar ein eigener Tribünenabschnitt benannt: der Landostand. Und dieser fällt in diesem Jahr angesichts der hohen Nachfrage sogar noch größer aus. "Das ist etwas Besonderes, weil ich mich noch immer als Kind sehe, das Rennen fahren und das Fahren genießen will, aber gleichzeitig habe ich dieses unglaubliche Extra, nämlich eine Fangemeinde", sagte Norris.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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