Reitsport: Doppel-Olympiasiegerin sagt für Dressur-WM ab

Ein weiterer Rückschlag für die deutsche Nationalmannschaft: Topreiterin Jessica von Bredow-Werndl fehlt bei der zweiten Sichtung für die Weltmeisterschaft - und damit auch in zwei Monaten in Aachen.

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Knapp zwei Monate vor der Weltmeisterschaft in Aachen muss das deutsche Dressur-Team noch einen Ausfall verkraften. Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl kann bei der Heim-WM nicht starten. Sie verzichtet freiwillig auf einen Start mit ihrem Pferd Kismet bei der zweiten WM-Sichtung am kommenden Wochenende in Hagen bei Osnabrück. Zuvor mussten bereits Ingrid Klimke und Charlott-Maria Schürmann für das Nationenpreis-Turnier abgesagt.

"Gemeinsam mit den Besitzern von Kiss haben wir uns bewusst dafür entschieden, ihr die Zeit zu geben, die sie braucht", schrieb die viermalige Olympiasiegerin, die mit Dalera in Tokio und Paris jeweils Einzel- und Mannschafts-Gold gewonnen hatte.

Für die elfjährige Stute sei "es ihre erste Grand Prix Saison, und sie bringt ein außergewöhnliches Talent mit", hieß es weiter. "Genau deshalb ist es uns wichtig, sie mit Geduld und Weitblick aufzubauen." Im Januar war ihr damaliges Spitzenpferd Diallo überraschend gestorben.

Weiterentwickeln "ohne zusätzlichen Druck"

Von Bredow-Werndl möchte sich mit Kismet über den Sommer "in Ruhe weiterentwickeln. Ohne zusätzlichen Druck, sondern mit Blick auf das große Ganze", schrieb sie. "Im Spitzensport ist es oft verlockend, jede Chance nutzen zu wollen. Doch Verantwortung bedeutet manchmal auch, auf eine Chance zu verzichten, wenn man überzeugt ist, dass es langfristig der richtige Weg ist."

Einen Tag zuvor hatte Schürmann auf die zweite WM-Sichtung am kommenden Wochenende verzichtet. Ihr Pferd Dante's Pearl ist nach Angaben des Reitverbandes FN nicht "fit to compete" - also nicht wettkampffähig.

Schürmann hatte bei der deutschen Meisterschaft überzeugt und sich einen Platz im Nationalteam gesichert. Jetzt rückt für sie Raphael Netz mit Great Escape Camelot nach. Zur Mannschaft in Hagen gehören außerdem Isabell Werth mit Wendy, Semmieke Rothenberger mit Farrington und Frederic Wandres mit Bluetooth.

Klimkes Hengst Vayron auch nicht fit

Hagen ist nach der DM in Balve die zweite WM-Sichtung. Bei dem Turnier auf dem Hof Kasselmann können sich neben den vier Mitgliedern der Nationalmannschaft weitere Paare in den Einzel-Prüfungen der Veranstaltung für die WM empfehlen. Keine Chance hat Ingrid Klimke. Ihr Hengst Vayron fiel schon bei der DM aus und ist nicht fit genug für einen Start in Hagen, wie der Reitverband in der Vorwoche mitgeteilt hatte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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