Fußball-WM: Nach Rassismus-Vorwurf: Das sagt Schweinsteiger
Seine Beschreibung des Spielstils im afrikanischen Fußball bringt dem ARD-Experten Vorwürfe des Trainers der Elfenbeinküste ein. Nun meldet er sich zu Wort - und bekommt Unterstützung vom Sender.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der frühere Nationalspieler Bastian Schweinsteiger hat zu dem Vorwurf des Rassismus gegen ihn Stellung bezogen. Der aktuelle ARD-Experte hatte sich vor dem WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste zum Spielstil der Afrikaner geäußert und war für seine Formulierungen unter anderem vom Nationaltrainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, zum Teil scharf kritisiert worden.
"Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger", wurde Schweinsteiger in einer von der ARD auf Anfrage verbreiteten Stellungnahme zitiert. "Auf keinen Fall wollte ich jemandem zu nahe treten."
Faé kritisiert Schweinsteiger scharf
Schweinsteiger hatte das Spiel des Teams der Elfenbeinküste als "bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist" beschrieben. "Wir müssen uns einstellen, dass es unberechenbar wird manchmal."
Nach dem Einzug der Elfenbeinküste in die K.-o.-Runde durch den Sieg gegen Curaçao am Donnerstag hatte Trainer Faé den früheren DFB-Profi kritisiert. "Das ist traurig. Wir könnten es rassistisch nennen. Als ich seinen Kommentar gehört habe, war ich enttäuscht. Ich habe keine andere Möglichkeit, als das zu akzeptieren", hatte er gesagt.
ARD-Sportkoordinator: "Kann keine Form von Rassismus erkennen"
ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky stellte sich vor den Weltmeister von 2014. "Bastian Schweinsteiger hat sich zu seinen Erwartungen des Spielstils der Mannschaft der Elfenbeinküste geäußert. Darin hat er seine Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Spiele zusammengefasst", sagte er.
Es sei hier nicht um die Menschen, sondern um eine fußballerische Einordnung gegangen. "Darin und auch in der Wortwahl kann ich keine Form von Rassismus entdecken", meinte Balkausky weiter.
"Wenn sich der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, direkt mit Bastian austauschen würde, wäre sein Verdacht in kürzester Zeit revidiert - da bin ich mir sicher", sagte der ARD-Sportkoordinator. "Vielleicht kommt es ja noch zu einer solchen Gelegenheit im Laufe des Turniers."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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