Fußball News: Medien: Spieleraufstand gegen Uruguays Trainer Bielsa
In der kommenden Nacht deutscher Zeit spielt Uruguay gegen Spanien um das Weiterkommen bei der Fußball-WM. Kurz vorher gibt es Berichte über massive Konflikte der Spieler mit ihrem prominenten Coach.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Wenige Stunden vor dem entscheidenden WM-Gruppenspiel gegen Spanien berichten Medien über einen Spieleraufstand gegen Uruguays Trainer Marcelo Bielsa. Nach Informationen von "El Espectador" und ESPN haben Führungsspieler wie Fede Valverde (Real Madrid), Rodrigo Betancur (Tottenham Hotspur) und Manuel Ugarte (Manchester United) den 70 Jahre alten Starcoach vor der Partie in Guadalajara (Samstag, 2.00 Uhr/ARD und Magenta TV) um ein Gespräch gebeten und sich darin über zu hartes Training, erschöpfte Spieler und eine zu riskante Spielweise beklagt.
Uruguay gehört bislang zu den großen Enttäuschungen dieser Fußball-WM. Gegen Saudi-Arabien (1:1) und Kap Verde (2:2) blieb der Weltmeister von 1930 und 1950 sieglos. Gegen Titelkandidat Spanien müssen die Südamerikaner gewinnen, um sicher in der K.o.-Runde dabei zu sein. Zu den Forderungen der Spieler gehörte den Medienberichten zufolge auch, gegen die Spanier auf eine deutlich kompaktere und sicherheitsorientiertere Taktik zu setzen.
Bielsa soll demnach sehr verärgert auf den Vorstoß seiner Spieler reagiert haben und seinerseits eine lange Rede vor der gesamten Mannschaft gehalten haben. Darin soll er einigen Profis vorgehalten haben, ihn bereits zum zweiten Mal in seiner 2023 begonnenen Amtszeit stürzen zu wollen.
"Toxische Atmosphäre"? Erster Konflikt schon 2024
Zum ersten großen Konflikt war es 2024 nach dem Halbfinal-Aus bei der Copa America gekommen. Damals trat Stürmerstar Luis Suarez aus der Nationalmannschaft zurück und warf Bielsa vor, eine "toxische Atmosphäre" innerhalb des Teams und des Betreuerstabs geschaffen zu haben. Valverde bestätigte solche Vorwürfe in abgeschwächter Form schon damals.
Der 70-jährige argentinische Trainer wird von Kollegen und auch Fans früherer Clubs teils hymnisch verehrt. Pep Guardiola bezeichnet ihn als ein Vorbild. So führte Bielsa bereits Argentinien und Chile zu einer WM, schaffte mit Leeds United den Aufstieg in die englische Premier League und erreichte mit Athletic Bilbao das Endspiel der Europa League.
Der Vorwurf, seine Mannschaften zu erschöpfen und zu überfordern, begleitet ihn aber ebenfalls schon seit Jahren. Der Präsident seines Ex-Clubs Olympique Marseille nannte Bielsas Spielweise einmal "kollektiven Selbstmord".
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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