Fußball-WM: Handschlag verweigert? Wieder Wirbel um Thomas Partey
Ein Handshake zwischen Spielern ist im Fußball üblich. Hat Englands Djed Spence Ghanas Thomas Partey diesen verweigert? Nach dem Spiel attackiert der Trainer der Afrikaner die englischen Fans.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der umstrittene WM-Teilnehmer Thomas Partey steht erneut im Fokus. Der ghanaische Fußball-Nationalspieler wurde während der Partie in Boston von englischen Fans nicht nur lautstark ausgebuht. Vielmehr sorgte eine Szene unmittelbar vor dem Anpfiff in den sozialen Medien für Diskussionen und Spekulationen.
Videos scheinen zu zeigen, wie Englands Verteidiger Djed Spence den üblichen Handschlag nach den Nationalhymnen offenbar verweigert. Die Aufnahmen lassen die Situation allerdings nicht eindeutig erkennen. Zahlreiche Nutzer in den sozialen Netzwerken werten die vermeintliche Geste des Tottenham-Profis dennoch als Zeichen des Protests.
Nach dem Spiel wollte Partey eine entsprechende Frage in der Interviewzone nicht beantworten und reagierte auf die Nachfrage, ob Spence ihm den Handschlag verweigert habe, nicht.
Kanada verweigerte Partey die Einreise
Der frühere Profi vom FC Arsenal hatte den WM-Auftakt in Kanada wegen einer Einreisesperre verpasst. Der 33-Jährige steht seit April dieses Jahres wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht. Ihm wird in der Anklage vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau zweimal vergewaltigt zu haben. In die USA durfte er einreisen, wurde von den Fans im Stadion aber nicht gerade herzlich empfangen.
Schon bei der Vorstellung der Spieler buhten zahlreiche Zuschauer auf den Tribünen. Wenn Partey in der Anfangsphase an den Ball kam, startete das Pfeifkonzert oft von Neuem. Ghanas Trainer Carlos Queiroz erklärte nach dem Spiel am ARD-Mikro: "Leider bringen sie ihre Politik und all diese Themen ins Spiel ein. Es ist unsere Pflicht, das zu ignorieren. Das ist Fußball, das ist Unterhaltung. Aber wir wussten, dass wir von englischen Fans nichts anderes erwarten können."
Er respektiere zwar die englischen Fans. "Aber ich hoffe, dass sie mehr Moral an den Tag legen, in anderen Fragen der Welt, die wichtiger sind als ein einzelner Fußballspieler. Leider sehe ich diese Moral bei englischen Fans nicht, wenn es um andere ernste Probleme in der Welt geht", sagte Queiroz weiter.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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