Fußball-WM 2026 Ergebnisse: Sieg über Messi – Spanien ist Weltmeister

Das Endspiel ist lange eine zähe Angelegenheit. Doch Europameister Spanien dominiert - und schlägt in der Verlängerung gegen zehn Argentinier zu. Für Superstar Messi bleibt die erneute Krönung aus.

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Spanien ist Weltmeister. (Foto) Suche
Spanien ist Weltmeister. Bild: picture alliance/dpa | Tom Weller
  • Finale bei der Fußball-WM 2026: Spanien gegen Argentinien am 19. Juli
  • Frankreich und England kämpfen am 18. Juli um Platz 3
  • Ergebnisse der beiden letzten WM-Spiele im News-Ticker

Die Fußball-WM 2026 ist zu Ende. Nach rund fünf Wochen wurde am Sonntag, dem 19. Juli, im MetLife Stadium von New York/New Jersey (East Rutherford) der Sieger gekürt. Im Endspiel ab 21 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) standen sich Spanien und Argentinien gegenüber. Die Südamerikaner mit Superstar Lionel Messi wollten ihren Titel von vor vier Jahren verteidigen. Auf Fans wartete ein großes Spektakel. Zum ersten Mal sollte es nicht nur eine große Schlussfeier vor der Partie, sondern auch eine Halbzeitshow mit Mega-Stars wie Justin Bieber, Shakira und Madonna geben, die Berichten zufolge länger als 15 Minuten dauern wird. Einen Tag zuvor mussten die enttäuschten Teams aus Frankreich und England in Miami noch im Spiel um Platz 3 ran. Alle Infos zu den beiden letzten Matches bei der WM gibt's hier.

Finale Spanien vs. Argentinien und Spiel um Platz 3 bei der Fußball-WM 2026: Termine und Ergebnisse

Datum Uhrzeit (MEZ) Ort Spiel Ergebnis
Samstag, 18.07.2026 23.00 Uhr Miami Frankreich - England (Spiel um Platz 3) 4:6
Sonntag, 19.07.2026 21.00 Uhr East Rutherford Spanien - Argentinien (Finale) 1:0 n.V.

Spanien und Argentinien haben bislang nur einmal bei einer Fußball-WM gegeneinander gespielt. Das liegt lange zurück: In der Gruppenphase der WM 1966 feierten die Iberer einen 2:1-Sieg. Auch das bislang letzte Duell der beiden Teams konnte Spanien für sich entscheiden. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2018 gab es in einem Freundschaftsspiel einen 6:1-Kantersieg. Insgesamt ist die Bilanz recht ausgeglichen: 7 Siege, 2 Unentschieden und 6 Niederlagen für Spanien. Argentinien hätte mit einem Finalsieg Historisches erreichen können: Bislang gelang es nur Italien (1934 und 1938) sowie Brasilien (1958 und 1962), einen WM-Titel zu verteidigen.

Fußball-WM 2026 im News-Ticker

Über alle wichtigen Infos rund um die WM-Spiele halten wir Sie an dieser Stelle mit unserem News-Ticker auf dem Laufenden.

+++ 20.07.2026: Spanien nach Sieg über Messi Weltmeister +++

Lionel Messi stand teilnahmslos auf dem Rasen von East Rutherford, irgendwann setzte sich der Superstar inmitten der spanischen Weltmeister-Party vollkommen konsterniert hin. Während die Spanier um die auf dem Boden rollenden Jungstars Nico Williams und Lamine Yamal ihren verdienten WM-Triumph nach dem 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung feierten, ist der Traum von der Titelverteidigung für Messi und Argentinien geplatzt.

Zum großen Helden im Finale wurde aber nicht Williams oder Yamal, sondern Joker Ferran Torres, der das einseitige Finale zugunsten des Europameisters entschied. "Ich denke, dass wir durch dieses Tor endlich erlöst wurden", sagte Torres. "Gegen Messi bist du immer nervös, aber wir haben immer an uns geglaubt."

Aus den Boxen dröhnte in den Minuten nach dem Abpfiff vor 80.663 Zuschauern - darunter auch US-Präsident Donald Trump und FIFA-Boss Gianni Infantino - der Party-Klassiker Eviva España. "Ich bin stolz, stolz auf diese Mannschaft und auf diese Generation, die sich mit dieser Spielidee durchgesetzt hat", sagte Spaniens Trainer Luis de la Fuente.

Vor dem Triumph unweit von New York, bei dem Spanien über die komplette Spieldauer dominierte, hatten die Iberer den wichtigsten Pokal im Weltfußball 2010 in Südafrika geholt. Für den bei dieser WM mit acht Toren und vier Assists herausragenden Messi wird es wohl keinen zweiten WM-Pokal nach 2022 geben.

Torres hatte in der 106. Minute das entscheidende Tor für die Spanier erzielt. Der 65 Jahre alte de la Fuente gewann als ältester Trainer der WM-Historie den Titel. Argentiniens Mittelfeldmann Enzo Fernández musste in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit wegen eines Foulspiels mit Gelb-Rot vom Rasen. Die erste Verwarnung hatte er vom slowenischen Schiedsrichter Slavko Vincic wegen Reklamierens gesehen.

Die Argentinier hätten als drittes Team nach Italien (1934, 1938) und Brasilien (1958, 1962) den WM-Titel erfolgreich verteidigen können. Stattdessen wurde der Champion von 2022 entthront. Messi, der achtmalige Weltfußballer, war im Endspiel kaum zu sehen, in der Verlängerung senkte sich eine Flanke auf das Tornetz. Generell enttäuschte Argentiniens Offensive komplett und blieb über die ersten 110 Minuten vollkommen wirkungslos.

Messi hatte die Argentinier bei seiner sechsten WM ins Finale getragen. Und das nicht nur mit seinen Toren und Vorlagen. Der Routinier ist für die Teamkollegen Idol und Fixpunkt gleichermaßen. Wann immer es eng für sie wurde, suchten sie den Ausnahmekönner in der Offensive. So kämpfte sich die Albiceleste in der K.o.-Phase Runde für Runde weiter. Mit späten Aufholjagden und zweimal sogar über die Verlängerung.

Die Spanier erwiesen sich als unüberwindbar. Nur ein Gegentor kassierten die ballsicheren Iberer im gesamten Turnier - beim 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien. Wie sie beim souveränen 2:0 im Halbfinale die Offensiv-Zauberer aus Frankreich abkochten, war beeindruckend. Kein Wunder, dass de la Fuente im Endspiel auf exakt die gleiche Startelf setzte.

+++ 19.07.2026: Buhrufe und Spektakel: Tuchel wird mit England Dritter +++

In einem historischen kleinen Finale hat Thomas Tuchel seine Kritiker mit dem besten englischen WM-Ergebnis seit dem Triumph 1966 zumindest teilweise gekontert und Frankreichs Didier Deschamps einen siegreichen Abschied verwehrt. Die Three Lions gewannen das Spiel um Platz drei in Miami gegen Kylian Mbappé und Co. mit 6:4 (4:0) und sorgten für einen spektakulären vorletzten WM-Abend.

Vor 64.478 Fans im Stadion von Miami legten Declan Rice (3. Minute), Ezri Konsa (18.) und Bukayo Saka (37./45.+1) schon vor der Halbzeit so vor, dass das Spiel eigentlich bereits entschieden war.

Doch so einfach gab sich Frankreich nicht geschlagen. Mbappé (48./66.) mit einem Doppelpack und Bradley Barcola (54.) brachten Frankreich bis auf ein Tor heran. Saka (87.) traf per Foulelfmeter zum 5:3, der Treffer von Ousmane Dembélé (90.+6) sorgte nochmal für Spannung ehe Jude Bellingham mit dem zehnten Tor der Partie alle Zweifel beseitigte (90.+8).

Durch seine beiden Tore kommt Mbappé nun auf 22 WM-Tore und überholte damit Lionel Messi in der ewigen Bestenliste. Mit den Treffern neun und zehn liegt er auch in der Torjägerliste dieser WM vorne. Der Argentinier kann im Finale gegen Spanien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) aber noch nachlegen, er steht bei acht Turnier-Toren und 21 WM-Treffern in seiner Karriere.

Vor dem Anpfiff bekam Tuchel einen Einblick, wie die Stimmung aktuell in England ist. Als am Ende der Verlesung der Mannschaftsaufstellung der Schwabe auf der Anzeigetafel eingeblendet wurde, waren zahlreiche Buhrufe deutlich vernehmbar. Die Zahl der englischen Fans war im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen deutlich geringer. Das 1:2 nach langer Führung im Halbfinale gegen Argentinien ist noch lange nicht verdaut.

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