Fußball-WM: Nach Debatte: Belgiens Doku erlebt Geburt seines Kindes
Dass Jeremy Doku bei der Geburt seines ersten Sohnes dabei sein wollte, kritisierte eine französische Journalistin. Doku reist nach London, der Sender bittet bei dem Profi um Entschuldigung.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der belgische WM-Teilnehmer Jeremy Doku ist nach London gereist und hat dort die Geburt seines ersten Kindes erlebt. Dokus Frau Shireen brachte den gemeinsamen Sohn Praise zur Welt, wie der belgische Verband einen Tag nach dem 0:0 der Roten Teufel gegen den Iran in Seattle mitteilte. Der 24 Jahre alte Doku war zuvor von der US-Westküste nach Großbritannien geflogen.
Doku soll am Dienstag zurück sein
"Jérémy erfuhr vor dem gestrigen Spiel, dass die Geburt unmittelbar bevorstand. Da er bereits seit einigen Tagen die entsprechende medizinische Behandlung erhielt, konnte er ohne gesundheitliches Risiko fliegen, um diesen besonderen Moment mit seiner Familie zu verbringen", sagte Teamarzt Brahim Hacene laut Mitteilung. Sowohl die Mutter als auch das Baby seien wohlauf, hieß es weiter. Auch dem Profi selbst gehe es gut.
Doku wird am Dienstag beim Team in Seattle zurückerwartet. Belgien trifft in der Nacht zum Samstag (5.00 Uhr/MESZ) in Vancouver auf Neuseeland und braucht nach zwei Remis einen Sieg, um sicher in die K.o.-Runde zu kommen. Offiziell hatte Doku am Sonntag wegen Krankheit gegen den Iran gefehlt.
Dokus Aussage, er wolle bei der Geburt seines ersten Kindes dabei sein, hatte medial für eine Kontroverse gesorgt. Angestoßen wurden diese durch die TV-Moderatorin France Pierron. "Du willst all das verlassen, um bei der Geburt deines Kindes dabei zu sein, die ein ekelhafter Moment ist, Verzeihung, wo der Papa zu nichts gut ist und eine Nebenrolle hat", hatte Pierron in der Sendung "L'Équipe de Choc" gesagt.
Mediengruppe entschuldigt sich
Für die Moderatorin hatten ihre Aussagen inzwischen Konsequenzen. In der Ausgabe der Sendung zum Wochenstart fehlte sie. "L'Équipe" teilte nun mit, das Sportmedium distanziere sich von ihren Aussagen. Sie seien "sehr weit" von den Werten der Mediengruppe entfernt. Man bitte bei dem Fußballer und dem Publikum um Entschuldigung.
Der deutsche Nationalspieler Nadiem Amiri drückte als Vater Verständnis für Dokus Anliegen aus. "Ich habe das auch mitbekommen. Ich habe gar kein Verständnis dafür, dass er kritisiert wird für so etwas", sagte Amiri zu Manchester-City-Profi Doku vor der Geburt.
"Alle, die Eltern sind, die Papa sind, wissen, was für ein besonderer Moment das ist. Für die Geburt seines ersten Kindes muss er da hingehen."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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