Fußball-WM: Ivorer werfen DFB-Team "Mangel an Fairplay" vor

Im umkämpften WM-Spiel zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste kochen die Emotionen hoch. Was der Trainer der Verlierer der DFB-Auswahl danach vorwirft.

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Aktuelle Fußball-Nachrichten lesen Sie hier auf news.de. Bild: picture alliance/dpa | David Inderlied

Trainer EmerseFaé hat der DFB-Auswahl nach der 1:2-Niederlage seines Teams aus der Elfenbeinküste fehlendes Fairplay vorgeworfen. "Wir nehmen uns solche Nationen als Beispiel, um uns weiterzuentwickeln, und ich war ein wenig enttäuscht über den Mangel an Fair Play dieser deutschen Mannschaft", sagte der 42-Jährige bei der Pressekonferenz nach der WM-Partie in Toronto.

"Von einer großen Nation wie Deutschland hätte man etwas mehr Fairplay erwarten können, als Singo den Ball wegen einer Verletzung ins Aus spielte", sagte Faé zu einer Szene in der 80. Minute, die für viel Aufregung sorgte.

Was war passiert? Wilfried Singo hatte sich nach einem Zweikampf mit Kai Havertz an den offensichtlich verletzten hinteren Oberschenkel gegriffen und den Ball ins Aus gespielt. Nachdem er sich schon außerhalb des Spielfelds befand, ließ er sich wieder über die Außenlinie fallen. Dadurch erzwang er eine Unterbrechung und verhinderte einen schnellen Einwurf des Gegners. Nicht nur Bundestrainer Julian Nagelsmann war darüber völlig aufgebracht.

Brown "soll bescheiden bleiben"

Faé ärgerte sich dann darüber, wie es nach der Szene weiterging. "Wir hätten uns gewünscht, dass sie uns den Ball zurückspielen", sagte er in Richtung des deutschen Teams. Außenverteidiger Nathaniel Brown lieferte sich mit dem Chefcoach der Ivorer ebenfalls ein Wortgefecht. "Ich habe ihm einfach gesagt, er solle bescheiden bleiben. Es stimmt, er hat ein super Spiel gemacht, er ist in einer sehr, sehr starken Nationalmannschaft. Aber ich denke, er muss nicht schlecht über uns reden, nur weil er zurückliegt, oder weil es 1:1 steht und er gerne gewinnen würde", kritisierte Faé.

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