Fußball-WM: Messi und Mbappé: Wettballern um Klose-Rekord
Sie treffen und treffen und treffen. Zwei Superstars jagen gemeinsam einem WM-Rekord. Den hat noch ein Deutscher inne.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Wettballern geht weiter: Ein Treffer fehlt Lionel Messi noch, um Deutschlands Salto-Stürmer Miroslav Klose als besten WM-Torschützen abzulösen. Nach seinem Hattrick zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko gegen Algerien zweifelt niemand mehr daran, dass Messi die Bestmarke von Klose mit 16 Toren in den kommenden Tagen knacken wird.
Doch wie lange wird Argentiniens Superstar den Rekord dann behalten? Nicht für immer, darin sind sich fast alle Experten einig. Denn hinter Messi lauert in Kylian Mbappé schon der nächste Superstar. Während der 38 Jahre alte Messi in diesem Jahr seine letzte WM spielt, hat der elf Jahre jüngere Mbappé wohl mindestens noch ein weiteres Turnier vor sich.
Alter spricht für Mbappé
Wenn der Ausnahme-Stürmer von Real Madrid, der nach seinem Doppelpack gegen Senegal auf 14 WM-Tore kommt, nicht schon in den USA an Klose und Messi vorbeizieht, dann wohl spätestens in Saudi-Arabien - dann wäre Mbappé erst 31 Jahre alt.
Kein Wunder, dass der Franzose den Fragen nach der Bestmarke nicht entkommt. "Alle sprechen mich auf Kloses Rekord an", sagte der Stürmer und zeigte sich von seinen beeindruckenden Zahlen überrascht. "Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass mir ein Rekord unwirklich vorkommt. Denn für mich war es undenkbar, dass ich in einem Wettbewerb, in dem jede große Legende des Fußballs gespielt hat, nach nur zwei Weltmeisterschaften im Alter von 27 Jahren bereits auf diesem Niveau sein würde". Sich vorzustellen, der Spieler zu sein, der in der gesamten Geschichte der Weltmeisterschaft die meisten Tore erzielt habe, sei ziemlich surreal.
Team-Erfolg im Vordergrund
Das verbindet ihn mit Messi, der wie sein portugiesischer Dauerrivale Cristiano Ronaldo bereits seine sechste WM spielt. "Als Kind hätte ich mir nie vorstellen können, was ich alles erleben würde", sagte der argentinische Zauberfußballer in Kansas City. "Ich schaue nicht auf die Zahl. Es ist eine Ehre, neben Klose, neben Ronaldo und neben Mbappé zu stehen", sagte Messi, der sich in den USA mit der Titelverteidigung von der großen Fußball-Bühne und in die Unsterblichkeit verabschieden will. Zu den vielen Toren sagt er vor dem Duell mit Österreich an diesem Montag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) lapidar: "Es ist nur eine Statistik."
Auch Mbappé richtet den Blick vor dem Duell mit dem Irak an diesem Montag (23.00 Uhr/ARD und MagentaTV) auf den Gesamterfolg der Équipe Tricolore. Der dritte WM-Titel Frankreichs ist es, um den es dem Turbo-Dribbler geht. "Mein oberstes Ziel ist, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, einen dritten Stern nach Hause zu holen, mit dem Pokal in der Hand auf die Champs-Élysées zurückzukehren und allen Franzosen einen unvergesslichen Sommer zu bescheren", sagte der Angreifer. Mit seinen beiden Treffern gegen den Senegal hat er sich bereits zu Frankreichs Rekordtorschützen gekrönt.
Messis Antwort an die Kritiker
Das ist Messi für Argentinien schon lange. Vor der WM hatte es Zweifel gegeben, ob der 38-Jährige auf dem Niveau noch reüssieren könne. Gegen Algerien brauchte er gerade einmal 78 Minuten, um all diese Zweifel zu widerlegen. "Dass er alt ist, dass er in einer untergeordneten Liga spielt, dass er nicht mehr so rennt wie früher. Dass er im Eins-gegen-Eins nicht mehr gewinnt, dass er nur noch von seinem Nachnamen lebt, dass er keinen Platz für neue Talente lässt", fasste die Zeitung "Olé" das Fragezeichen-Gewitter zusammen, das Messi mit seiner Auftakt-Gala vertrieb.
Und das, obwohl er persönlich gerade keine einfache Zeit durchmacht. Messis Vater Jorge hat große gesundheitliche Probleme, in einer Sendung des argentinischen Streamingdienstes Luzu TV war der 68-Jährige sogar schon für tot erklärt worden. Wie sehr Messi die Sorge um seinen Vater mitnimmt, zeigten seine Tränen gegen Algerien.
Nicht weniger Zweifel als an Messi gab es vor der WM an Mbappé. Nach einer titellosen Saison mit Real Madrid stand er beim Start der Franzosen in das XXL-Turnier extrem unter Druck. Dass Paris Saint-Germain den europäischen Club-Fußball erst seit seinem Wechsel zu Real Madrid dominiert, reiben ihm Kritiker immer wieder unter die Nase. Doch Mbappé versucht, das zu ignorieren. "Wenn ich spielen würde, um meine Kritiker zum Schweigen zu bringen, müsste ich bis 80 spielen", sagte der Franzose. Den Klose-Rekord würde er dann wohl auf jeden Fall knacken.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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