Fußball-WM: Das war die WM-Nacht: Kane glänzt, Ghana jubelt spät

Harry Kane ist beim englischen Sieg der überragende Mann. Für Ghana wird ein deutlich weniger prominenter Fußballer zum Held des ersten Spiels.

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Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. (Foto) Suche
Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. Bild: Adobe Stock / U. J. Alexander

Mit einer herausragenden Leistung beim überzeugenden Auftaktsieg gegen Kroatien schürt Harry Kane die englische Hoffnung auf den zweiten WM-Titel nach 60 Jahren Wartezeit. Der Stürmerstar vom FC Bayern München war beim 4:2 (2:2) der überragende Mann und traf zweimal. "Wir haben einfach das gemacht, was wir machen müssen, um ein Spiel zu gewinnen", sagte Kane. "Wir sind bereit, wir sind gut eingestellt."

Der 32-Jährige war mit einem Foulelfmeter im zweiten Versuch (12. Minute) und mit einem Kopfball (42.) erfolgreich. Mit seinen WM-Toren neun und zehn zog Kane mit Englands bisherigen Rekordhalter Gary Lineker gleich. Jude Bellingham (48.) und Marcus Rashford (85.) erzielten die weiteren Tore für den Turnier-Mitfavoriten. Für Kroatien konnten Martin Baturina (36.) und Petar Musa (45.+5) zwischenzeitlich zweimal ausgleichen.

Das sind die weiteren wichtigen Themen der Nacht:

Ghana feiert Last-Minute-Sieg gegen Panama

Caleb Yirenkyi hat Ghana mit einem ganz späten Tor im strömenden Regen von Toronto den Sieg gegen Panama beschert. Der 20-Jährige vom FC Nordsjaelland in Dänemark traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum glücklichen 1:0 (0:0) für Ghana, das über weite Strecken der Partie enttäuschte. Panama muss weiter auf seinen ersten Punkt bei einer Fußball-Weltmeisterschaft warten. Für die Mittelamerikaner ist es nach 2018 die zweite WM-Teilnahme.

Bei Ghana fehlte Thomas Partey, dem von Kanadas Behörden wegen eines gegen ihn in England laufenden Gerichtsverfahrens die Einreise verweigert worden war. Ein Einspruch des 33-Jährigen vom FC Villareal gegen diese Entscheidung war am Tag vor dem Spiel vom kanadischen Bundesgericht abgewiesen worden.

"Keinen Einfluss": Drohne bei Südkorea rechtzeitig entdeckt

Wollte sich da jemand zusätzliche Informationen verschaffen? Ein möglicher Spionagefall im WM-Training von Südkorea ist gerade noch so verhindert worden. "Das Timing war hier sehr wichtig", sagte Trainer Myung-bo Hong vor dem Spiel gegen Co-Gastgeber Mexiko. "Während unseres Trainings war plötzlich eine Drohne am Himmel. Glücklicherweise wurde sie kurz vor unserem Taktik-Block entdeckt. Das war der wichtigste Teil des Trainings. Es wird also keinen Einfluss haben."

Das Training im mexikanischen Zapopan war nicht öffentlich. Ein mexikanischer Militärangehöriger, der im Basiscamp der Mannschaft stationiert ist und für die Störung von Drohnen zuständig ist, habe das Flugobjekt zum Absturz gebracht.

Medienberichten zufolge konnten die mutmaßlichen Täter die Drohne wieder einsammeln und fliehen.

Brasiliens Weltmeistertrainer Parreira im Krankenhaus

Carlos Alberto Parreira, Brasiliens Weltmeistertrainer von 1994, ist ins Krankenhaus in Rio de Janeiro gekommen. Die Klinik bestätigte die Aufnahme des früheren Nationaltrainers, machte jedoch keine weiteren Angaben zum Gesundheitszustand des 83-Jährigen. Parreira lebt seit 2023 mit einem Hodgkin-Lymphom, einer Krebserkrankung des Lymphsystems. Die Krankheit galt zeitweise als zurückgedrängt, trat später jedoch erneut auf.

Seit WM-Beginn: FIFA löschte fast 400.000 Hasskommentare

Hass im Internet ist auch rund um die WM ein Problem. Der Fußball-Weltverband möchte alle Teilnehmer in Nordamerika davor schützen und hat nach eigenen Angaben bereits Hunderttausende Kommentare und Beiträge gelöscht. Die FIFA teilte mit, dass seit Beginn des Turniers 3,8 Millionen Wortmeldungen überprüft und 388.000 entfernt wurden. Während der gesamten WM 2022 waren es 287.000 Beiträge und Kommentare. Der Weltverband betreibt den Dienst seit der vergangenen Männer-WM bei all seinen Veranstaltungen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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