Fußball-WM: Japaner räumen im Stadion auf - und ein NFL-Star hilft mit

Seit Japans WM-Premiere gibt es diese Bilder: Die Fans der Samurai Blue sammeln ihren Müll im Stadion selbst ein. NFL-Quarterback Jameis Winston fühlt sich davon offenbar inspiriert.

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Die Maskottchen der Fußball-WM 2026: Maple, der Elch, für Kanada, Zayu, der Jaguar, für Mexiko, und Clutch, der Adler, für die USA. (Foto) Suche
Die Maskottchen der Fußball-WM 2026: Maple, der Elch, für Kanada, Zayu, der Jaguar, für Mexiko, und Clutch, der Adler, für die USA. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Sam Corum

In Japan gibt es ein Sprichwort, das im übertragenen Sinne so übersetzt werden kann: "Verlasse den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast." Und daran haben sich japanische Fans beim WM-Spiel gegen die Niederlande (2:2) im Dallas-Stadion gehalten. Nach dem Schlusspfiff räumten viele Anhänger der Samurai Blue ihren Müll in Plastiktüten ein und überließen dies nicht dem Reinigungs-Personal. Und sogar ein NFL-Star half mit.

Jameis Winston, Quarterback der New York Giants, schnappte sich ebenfalls blaue Tüten und sammelte Müll ein, wie ein unter anderem von ihm und der NFL in den sozialen Medien veröffentlichtes Video zeigt. Dabei trug er ein Japan-Trikot mit seinem Namen und der Nummer 4 hinten drauf. In der Hand hielt Winston ein Fox-Mikrofon - er ist für den Sender während der Fußball-WM als Experte im Einsatz.

Das ist der Hintergrund für die Aufräum-Aktion

Schon bei Japans WM-Premiere 1998 in Frankreich und bei allen Turnier-Teilnahmen danach war es zu solchen Szenen gekommen. Diese Verhaltensweise würden Japaner schon in der Schulzeit lernen, sagte Politik- und Geschichtsprofessor Koichi Nakano der Nachrichtenagentur AP: "Japanische Sportfans, die bei internationalen Veranstaltungen das Stadion sauber halten, verhalten sich im Grunde genauso wie damals, als sie als Schulkinder die Freude am Sport entdeckten."

Bevor die blauen Plastiksäcke für ihren eigentlichen Verwendungszweck zum Einsatz kamen, hatten die Japan-Fans sie beim Jubel über den späten Ausgleichstreffer durch Daichi Kamada (89. Minute) hin und her geschwenkt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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