Köln: SC Magdeburg nach Final-Four-Aus: "Es tut einfach nur weh"

Der SC Magdeburg verpasst beim Final Four der Champions League in Köln die Titelverteidigung. Nach der Halbfinal-Pleite gegen die Füchse herrscht beim SCM Enttäuschung und große Leere.

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Mit hängenden Köpfen liefen die Magdeburger Spieler um Magnus Saugstrup und Gisli Kristjansson durch die Kölner Lanxess Arena. Der deutsche Meister zog vor 20.122 Zuschauern gegen die Füchse Berlin mit 35:40 den Kürzeren und verpasste somit das Finale und die Titelverteidigung. "Ich bin jetzt erst einmal sehr, sehr traurig. Es tut gerade einfach nur weh und ich versuche jetzt, mich erstmal zu fangen", sagte SCM-Urgestein Matthias Musche.

Wiegert verpasst zwölften Titel in zehn Jahren

Trainer Bennet Wiegert, der seinen zwölften Titel in zehn Jahren verpasst hat, analysierte umgehend. Ein abgefangener Kempa-Versuch von Berlins Welthandballer Matthias Gidsel wurde zum Knackpunkt des Halbfinalspiels: Der SCM verpasste eine mögliche Zwei-Tore-Führung und traf anschließend minutenlang nicht mehr. "Für mich ist das die Schlüsselszene", sagte Wiegert und ergänzte: "Der Kempa hat uns in dieser Saison schon oft geholfen, kein Vorwurf dafür."

Musche meinte, "zu 90 Prozent ist so ein Kempa drin, das haben sie gut verteidigt - und am Ende ist es eine Situation in 60 Minuten". So sah es auch der Däne Saugstrup. "Wir können nicht nur sagen, es liegt daran. Das Spiel war 60 Minuten lang und wir können viele Sachen besser machen", ergänzte Saugstrup. Sein Trainer hätte sich am Ende ein bisschen mehr Cleverness und mehr Torwartparaden gewünscht, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Letzte Spiel für Kapitän Christian O'Sullivan

So folgte nach dem abgefangenen Kempa-Trick ein 5:0-Lauf der Berliner, die es irgendwie mehr gewollt haben. Immerhin peilen sie nach der Finalpleite im Vorjahr gegen Magdeburg ihren ersten Königsklassen-Coup an. Dennoch hat der SCM laut Wiegert eine Riesensaison gespielt. Er betonte aber, "dass sich das gerade null so anfühlt." Vor dem Spiel um Platz drei sei es nun wichtig, "die richtigen Stellschrauben zu drehen, um dem Event gerecht zu werden", meinte der ehrgeizige Meistertrainer.

Tim Hornke betonte, dass das Spiel um Platz drei "das Spiel der Enttäuschten ist, was keiner wollte. Eine Wundertüte, welche Mannschaft es besser schafft, mit der Enttäuschung umzugehen." Der SCM schaffte dies deutlich besser und zauberte phasenweise gegen das dänische Spitzenteam Aalborg. Am Ende hieß es 32:26 (17:11). Es war ein würdiger Abschluss für Kapitän Christian O'Sullivan, Ex-Nationalspieler Hornke und Torhüter Sergey Hernandez, die ihr letztes Spiel im SCM-Trikot absolvierten. Insgesamt verlassen sieben Spieler die Magdeburger.

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