Fußball-WM: Baerbock zu Einreise-Debatte: FIFA muss aktiv werden

Die verweigerte Einreise von WM-Schiedsrichter Omar Artan erzürnt auch Annalena Baerbock. Was die Präsidentin der UN-Generalversammlung nun vom Weltverband erwartet.

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Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung, hat den Weltverband FIFA in der Debatte um verweigerte Einreisen bei der Fußball-WM scharf kritisiert. "Der krasseste Fall" sei, dass der somalische Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia von den USA abgewiesen wurde, sagte sie im Podcast "Calcio d´Oro".

"Das ist halt eben der Moment, wo es nicht mehr heißen kann, man ist neutral, man kann sich nicht äußern. Neutralität heißt, dass man alle Schiedsrichter einreisen lässt", betonte Baerbock. "Jetzt muss die FIFA aktiv werden, um deutlich zu machen, dass sie zu ihren eigenen Regeln steht."

Infantino verteidigt FIFA-Strategie

Die Einreisebestimmungen in den USA sind ein großes Thema rund um diese WM. Für besonders viel Wirbel sorgte der Fall des 34 Jahre alten somalischen Schiedsrichters Artan, der nicht ins Land durfte - wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte gesagt, dass die verweigerte Einreise "natürlich unglücklich" sei. "Wir kontrollieren nicht alles. Wir versuchen, wir werden diskutieren, wir werden sprechen, wir werden sehen. Manchmal ist es gut, einfach zu chillen, relaxen. Wir versuchen, alles zu lösen", sagte Infantino. "Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und die Polizei bestimmen. Wir sind eine Sportorganisation."

Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Einreisebestimmungen der US-Regierung von Präsident Donald Trump betroffen sind. Bürger dieser Länder werden bei der Einreise zusätzlichen Überprüfungen unterzogen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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