Fußball-WM: Nagelsmanns WM-Kader mit regionaler Unwucht

Sieben Profis mit Geburtsort in Nordrhein-Westfalen, nur ein Spieler aus dem Osten: Die Herkunft der Nationalspieler spiegelt ein deutliches regionales Gefälle im deutschen WM-Kader wider.

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Die Maskottchen der Fußball-WM 2026: Maple, der Elch, für Kanada, Zayu, der Jaguar, für Mexiko, und Clutch, der Adler, für die USA. (Foto) Suche
Die Maskottchen der Fußball-WM 2026: Maple, der Elch, für Kanada, Zayu, der Jaguar, für Mexiko, und Clutch, der Adler, für die USA. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Sam Corum

Die 26 WM-Spieler von Julian Nagelsmann vertreten bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada ganz Deutschland. Ein Blick auf die Herkunft der Akteure in der Fußball-Nationalmannschaft verdeutlicht aber eine deutliche Unwucht Richtung Süden und Westen.

Ein Brandenburger und zwei Hamburger dabei

Während in Maximilian Beier nur ein Profi dabei ist, der im Osten Deutschlands, in Brandenburg an der Havel, geboren wurde, stammen gleich sieben Spieler aus Nordrhein-Westfalen und je sechs aus Bayern und Baden-Württemberg.

Die weiteren sechs Akteure verteilen sich auf zwei Hamburger (Jonathan Tah und Felix Nmecha), einen Bremer (Nick Woltemade), einen Niedersachsen (Deniz Undav), den nach der Wiedervereinigung im ehemaligen Westen Berlins geborenen Antonio Rüdiger und den in Usbekistan geborenen Waldemar Anton.

Das regionale Gefälle setzt sich auch bis zu den aktuellen Teams der Spieler durch. Sieben Profis des FC Bayern München stellen den größten Club-Block. Je vier Akteure spielen beim VfB Stuttgart und bei Borussia Dortmund.

Lange Zeit nur Kroos aus dem Osten

Der Trend Richtung Süden und Westen ist nicht neu. Bei den vier Turnieren nach dem Sommermärchen 2006 war bei Weltmeisterschaften Toni Kroos (Greifswald) der einzige im Osten geborene DFB-Spieler. Bei der Heim-EM vor zwei Jahren standen allerdings in Kroos sowie Robert Andrich (Potsdam) und Beier drei Spieler mit Ost-Geburtsort im Nagelsmann-Aufgebot.

Die meisten DFB-Spieler mit Ost-Herkunft gab es seit der Wiedervereinigung bei der EM 2000. In Carsten Jancker, Ulf Kirsten, Jens Jeremies, Michael Ballack, Marko Rehmer und Thomas Linke war es ein halbes Dutzend.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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