Fußball-WM: Mehr Einfluss im Fußball? Saudi-Arabien sponsert WM 2026

Saudi-Arabien steigt als Sponsor bei der Fußball-WM ein und baut damit seine Verbindung zur FIFA aus. Hinter dem Engagement des Staatsfonds PIF steckt eine größere Strategie.

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Der Spielball für die Fußball-WM 2026 ("adidas Trionda"). (Foto) Suche
Der Spielball für die Fußball-WM 2026 ("adidas Trionda"). Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Claudio Thoma

WM-Teilnehmer Saudi-Arabien beteiligt sich über seinen Staatsfonds (PIF) nun auch als Sponsor an der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Wie der PIF am Donnerstag mitteilte, seien Partnerschaften in Sport und Fußball weiter wichtig im "fortlaufenden Wandel Saudi-Arabiens". Finanzielle Details der Vereinbarung für Nordamerika und Asien wurden nicht genannt.

Mit dem neuen Deal vertieft Saudi-Arabien seine Beziehungen zum Weltverband FIFA weiter. Das von König Mohammed bin Salman regierte Land hatte zuvor den Zuschlag für die Ausrichtung der WM 2034 erhalten und war bereits Sponsor bei der letztjährigen Club-Weltmeisterschaft in den USA.

Zuletzt hatte der PIF angekündigt, die LIV-Tour und ihre Golf-Superstars nur noch bis zum Saisonende zu finanzieren. In die Golf-Liga waren in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge investiert worden. Die Entscheidung hatte Spekulationen über die langfristige Strategie des Staatsfonds im internationalen Sport ausgelöst.

Kritiker sehen Imagepflege durch Sportswashing

Fußball spielt offenbar weiter eine wichtige Rolle in Saudi-Arabiens Strategie, unabhängiger von der Öl-Wirtschaft zu werden. Laut Kritikern geht es der Regierung in Riad neben den wirtschaftlichen Zielen aber auch darum, ihr eigenes Image mit Hilfe von sogenanntem "Sportswashing" aufzubessern. Trotz einiger Reformen steht das Land bei Menschenrechtsorganisationen in der Kritik.

In die kommende Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko startet das Team von Neu-Trainer Georgios Donis am 15. Juni (Ortszeit) gegen Uruguay. Weitere Kontrahenten sind Ex-Welt- und Europameister Spanien sowie Außenseiter Kap Verde.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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/roj/news.de

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