1. FC Köln News: Abseitsfrage: Darum zählte Kölns Führungstor bei Union
Das Kölner Führungstor gegen Union sorgte für Diskussionen: Warum das Abseits von Said El Mala aus Sicht des Referees nicht strafbar war und welche Rolle der Linienrichter dabei spielte.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Glücklich war Marie-Louise Eta mit dieser Entscheidung von Schiedsrichter David Schlager nicht. Aber sie musste sie natürlich akzeptieren. Abseits? Auf jeden Fall. Aber aktiv oder passiv? Diese Frage musste nach dem 2:2 von Union Berlin gegen den 1. FC Köln genau geklärt werden und die Videoaufnahmen könnten Eingang in Seminare der Referee-Schulung bekommen.
Was war passiert?
Kölns Said El Mala versuchte auf der linken Außenbahn einen Steilpass von Kristoffer Lund zu erreichen, bewegte sich deutlich zum Ball, brach seinen Lauf aber ab. Schlagers Assistent Stefan Lupp hob die Fahne. Doch der Pfiff von Schlager blieb aus. Kölns Jakub Kaminski spielte weiter, am Ende des Spielzugs traf Marius Bülter sehenswert zum 1:0.
Die Union-Sichtweise
Wütende Proteste der Berliner waren die Folge. Sie hatten das Spielen eingestellt in sicherer Erwartung eines Abseitspfiffs. "Der Seitenassistent hebt die Fahne und dementsprechend reagieren natürlich Spieler auch darauf", erklärte Trainerin Eta. Sie räumte aber auch ein: "Klar, musst du trotzdem auch weiterspielen, wenn der Pfiff des Schiedsrichters nicht kommt."
Die Schiedsrichter-Erklärung
Schlager erläuterte seine Sichtweise. "Damit eine strafbare Abseitsstellung vorliegt, muss eines von drei Kriterien vorliegen. Zum einen muss er entweder den Ball spielen - tut er nicht. Er muss in einem Zweikampf mit einem Gegenspieler um den Ball sein. Das ist auch nicht der Fall. Oder er muss den Gegenspieler beeinflussen beim Kampf um den Ball. Das liegt auch nicht vor", sagte der Referee.
Doch hatte El Mala wirklich keinen Gegenspieler mit seinem Lauf beeinflusst. Schlagers Assistent, der sehr erfahrene Lupp, sah es so, doch seine Meinung war letztlich nicht relevant. Und sein Handeln wird im Referee-Team ein Nachspiel haben. "Das ist ein Thema, das wir aufarbeiten. Da kam die Fahne etwas zu früh", sagte Schlager.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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