Andreas Rettig: "Hoffen alle, dass der Spuk bald vorbei ist" - DFB-Geschäftsführer besorgt vor WM
Die XXL-WM in Amerika wird für den DFB nicht nur eine sportliche Herausforderung. Geschäftsführer Andreas Rettig spricht über Vorgaben der sportlichen Leitung und Lehren aus Katar.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- DFB-Geschäftsführer besorgt wegen geopolitischer Lage vor Fußball-WM 2026
- Andreas Rettig findet kritische Worte für US-Präsident Donald Trump
- Maulkörbe für die deutschen Spieler soll es beim Turnier in Amerika nicht geben
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig ringt angesichts der politischen Weltlage kurz vor der Fußball-WM um Orientierung. "Wir hoffen alle, dass der Spuk bald vorbei ist. Man wundert sich ja wirklich tagtäglich über Dinge, die geopolitisch passieren. Ich kann viele Dinge gar nicht mehr richtig einsortieren aufgrund ihrer Schnelligkeit und ihrer Irrationalität. Das muss ich schon bekennen", sagte Rettig der Nachrichtenagentur dpa am Rande der Veranstaltung "Hamburgs Spitzen".
DFB-Geschäftsführer Rettig kritisiert Donald Trump nach Verleihung des FIFA-Friedenspreises
Wegen der umstrittenen Politik von US-Präsident Donald Trump und des Iran-Krieges hatte es zuletzt immer wieder Forderungen nach einem WM-Boykott gegeben. Unklar ist nach wie vor die Teilnahme des Iran an dem XXL-Turnier. Die Entscheidung über einen Start solle vom Nationalen Sicherheitsrat des Landes in Abstimmung mit der Regierung getroffen werden, hieß es zuletzt.
"Da fehlen einem oft auch die Worte", sagte Rettig, der an die bizarre Show rund um den US-Präsidenten bei der WM-Auslosung am 5. Dezember in Washington erinnerte. "Wenn ich es richtig gesehen habe, hat Herr Trump ja auch den Friedenspreis überreicht bekommen. Das sollte Ansporn sein, diesem Preis auch alle Ehre zu machen", erklärte der DFB-Funktionär. Trump hatte von FIFA-Boss Gianni Infantino den erstmals vergebenen Preis erhalten.
Keine Maulkörbe beim Mega-Turnier in Amerika
Für Rettig geht es darum, bei dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) aus der vergangenen WM zu lernen. "Je näher wir ans Turnier kommen, desto weniger sollten wir uns von unserem eigenen Fokus ablenken lassen. Das war ja der Fehler in Katar. Wir haben uns Kraft und Energie durch andere Themen rauben lassen", sagte der 62-Jährige.
Rettig betonte, es werde während der WM keine Maulkörbe für die Profis um Kapitän Joshua Kimmich geben. "Wie kommen wir dazu? Jeder soll das sagen, was er für richtig hält", betonte Rettig.
Die Endrunde beginnt für Deutschland am 14. Juni (19.00 Uhr/MESZ) in Houston gegen Curaçao. Die weiteren Gegner in der Gruppenphase sind am 20. Juni (22.00 Uhr/MESZ) die Elfenbeinküste in Toronto und Ecuador am 25. Juni (22.00 Uhr/MESZ) in East Rutherford.
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gom/kns/roj/news.de
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