Marie-Louise Eta: Widerwärtige Kommentare gegen neue Union-Trainerin - jetzt kann sie es allen zeigen
Nach ihrer Verpflichtung als neue Cheftrainerin bei Union Berlin gab es im Netz auch frauenfeindliche Kommentare gegen Marie-Louise Eta. Für die Entwicklung des Fußballs wäre es ein starkes Zeichen, wenn sie es nun allen Kritikern zeigt. Ein Kommentar.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Frauenfeindliche Kommentare gegen Marie-Louise Eta als erste Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga der Männer
- Widerwärtige Posts gegen Frauen erhöhen den Wunsch nach Erfolg der neuen Union-Trainerin
- Generell sollten Frauen in der Männer-Bundesliga künftig eine größere Rolle spielen
Marie-Louise Eta ist die erste Frau überhaupt, die am kommenden Samstag als Cheftrainerin bei einem Bundesliga-Spiel der Herren an der Seitenlinie stehen wird. Doch bereits vor ihrem ersten Auftritt hat die Nachfolgerin von Steffen Baumgart bei Union Berlin mit einem Problem zu kämpfen, das es für einen Mann in dieser Form nie geben würde: Frauenfeindliche Kommentare in den sozialen Medien. Neutrale Fans sollten ihr deshalb nun besonders die Daumen drücken.
Frauenfeindliche Kommentare gegen Bundesliga-Trainerin Marie-Louise Eta: Solche Posts sind widerwärtig
Obwohl der mutige, aber auch längst überfällige Schritt des 1. FC Union Berlin von vielen Seiten zurecht gelobt wurde, gibt es leider in unserer Gesellschaft noch immer Menschen, die ihre Intoleranz gegenüber Frauen in einer von Männern dominierten Sportart zum Ausdruck bringen. Wie die "Bild" berichtet, lautete auf X (vormals Twitter) ein Kommentar zu Etas Verpflichtung: "Der Bundesliga-Trainer, der gegen sie verliert, hat für immer sein Gesicht verloren. Es gibt, glaube ich, kaum etwas Peinlicheres." Positiv: Für diesen widerwärtigen Post gab es prompt viel Kontra. Und ein Internet-Trottel repräsentiert auch nicht die Meinung der Mehrheit.
Marie-Louise Eta sollte Klassenerhalt mit Union Berlin schaffen
Es ist für einen Mann absolut nichts Peinliches daran, gegen eine Frau zu verlieren. Beim Thema Fußball kann sie eine genauso große oder sogar größere Kompetenz haben. Wie erfolgreich Eta in der Bundesliga sein wird, muss sich in den kommenden Wochen noch zeigen. Es ist ihr jedoch zu wünschen, dass sie den Klassenerhalt mit Union in überzeugender Weise schafft. Denn damit würde sie es allen Sexisten zeigen und die Akzeptanz für Frauen im Männerfußball weiter erhöhen.
Mehr Frauen in der Fußballbundesliga der Männer wären ein gutes Zeichen
Zum Glück hat sich im Fußball in den vergangenen Jahrzehnten bereits viel getan. So sind zum Beispiel Sportmoderatorinnen und Kommentatorinnen bei Fernsehübertragungen nichts Außergewöhnliches mehr. Doch auf dem Platz kommen Frauen außerhalb der Ligen und Wettbewerbe für ihr eigenes Geschlecht nach wie vor selten zum Einsatz. In der 3. Liga coacht Sabrina Wittmann seit 2024 den FC Ingolstadt 04 und wurde damit erst vor zwei Jahren die erste Cheftrainerin im deutschen Männer-Profifußball. Dabei sind Trainer in der Frauen-Bundesliga schon seit vielen Jahren gang und gäbe. Warum sollte es umgekehrt in einigen Jahren nicht auch so in der Männer-Bundesliga sein?
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gom/bos/news.de
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