Eduard Koksharov gestorben: Handballtrainer lag tot im Hotelzimmer 

Der Handball verliert mit Eduard Koksharov eine Legende. Der Trainer und frühere Olympiasieger wurde tot in einem Hotelzimmer gefunden. Sein Verein trauert um den Ex-Profi.

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Handballtrainer Eduard Koksharov ist mit 50 Jahren gestorben. (Foto) Suche
Handballtrainer Eduard Koksharov ist mit 50 Jahren gestorben. Bild: picture alliance/dpa | Soeren Stache
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  • Koksharov gewann Olympia-Gold und Weltmeistertitel

Die Handballwelt trauert um Eduard Koksharov. Der 50-jährige Trainer des weißrussischen Klubs Brest HC Meshkov wurde leblos in seinem Hotelzimmer aufgefunden, nachdem er während eines Trainingslagers nicht zum gemeinsamen Frühstück erschienen war, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Eduard Koksharov tot in Hotelzimmer gefunden

Der Verein reagierte erschüttert auf den plötzlichen Verlust. "Wir werden ihn als einen Menschen in Erinnerung behalten, der unser Team und die Herzen all derer, die ihn kannten, nachhaltig geprägt hat", heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Der frühe Tod des ehemaligen Weltklasse-Spielers sei ein "Verlust für die gesamte Handballfamilie und ein großer Schock für die globale Handballgemeinschaft". Über die Todesursache äußerte sich der Handballverein nicht.Koksharov hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

Koksharov auf Titelkurs

Koksharov zählte zu einem der besten Handballer. Während seiner aktiven Laufbahn stieg er zur absoluten Weltspitze auf der Linksaußen-Position auf. Seine Karriere begann beim russischen Verein SKIF Krasnodar, bevor er zum slowenischen Spitzenklub RK Celje wechselte. Dort feierte er acht Meistertitel und krönte seine Zeit 2004 mit dem Gewinn der Champions League. Anschließend holte er zwei weitere nationale Meisterschaften. In der russischen Nationalmannschaft setzte Koksharov einen bis heute unerreichten Rekord: Als einziger Spieler seines Landes erzielte er mehr als 1000 Tore im Nationaltrikot – insgesamt 1110 Treffer in 226 Länderspielen.

Handball-Legende schreibt mit Olympia-Gold Geschichte

Mit der russischen Nationalmannschaft sammelte Koksharov zahlreiche Titel auf höchstem Niveau. Den größten Triumph feierte er bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, wo er mit seinem Team die Goldmedaille gewann. Bereits drei Jahre zuvor hatte er bei der Weltmeisterschaft 1997 den WM-Titel geholt.

Weitere Medaillen folgten: Silber bei der WM 1999 und der Europameisterschaft 2000 sowie Bronze bei Olympia 2004. Bei der Weltmeisterschaft 1999 wurde er zudem Torschützenkönig. Seine herausragende Klasse auf der Außenposition wurde zwischen 2001 und 2007 insgesamt sechsmal bei Welt- und Europameisterschaften mit der Auszeichnung als bester Linksaußen honoriert. 

Vom Weltklasse-Handballer zum erfolgreichen Trainer

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte Koksharov auf die Trainerbank. Von 2017 bis 2020 stand er als Chefcoach der russischen Nationalmannschaft an der Seitenlinie. Anschließend übernahm er den weißrussischen Klub Brest HC Meshkov und führte das Team zu einer beeindruckenden Titelsammlung: Meisterschaft, Pokal, Supercup sowie der Gewinn der SEHA-Liga.

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/news.de/stg

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