Skispringen 2026: Zu viel Wind: Skifliegen in Vikersund abgesagt

Die Männer können gar nicht fliegen, die Frauen nicht so wie geplant. Weil ihr Skifliegen vorzeitig abgebrochen wird, zählt die Rekordweite einer deutschen Springerin nicht.

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Deutschlands Skispringer Karl Geiger in Aktion. (Foto) Suche
Deutschlands Skispringer Karl Geiger in Aktion. Bild: picture alliance/dpa | Daniel Karmann

Die Leadersbox für den Führenden flog um, die Fahnen flatterten waagerecht an den Masten: Wegen zu starken Windes ist das Skifliegen der Männer im norwegischen Vikersund abgesagt worden.

Zuvor hatte die Jury den eigentlich für 17.15 Uhr angesetzten Wettkampf im Viertelstundentakt mehrfach nach hinten verschoben. Einige Springer vertrieben sich die Zeit mit Fußballtennis und hielten sich warm. Rund eine Stunde nach dem ursprünglich geplanten Start stand dann aber fest: Schanzensport gibt es für sie heute nicht. Tags zuvor war Andreas Wellinger auf Rang sieben der beste Deutsche gewesen.

Skifliegen der Frauen endet vorzeitig

Schon am Sonntagvormittag hatte der Wund an der riesigen Schanze großen Einfluss auf den Wettkampf genommen. Bei den Frauen entschied die Jury mitten im zweiten Durchgang, den Wettbewerb nicht fortzusetzen. Zuvor hatte es eine längere Pause gegeben. Ein fulminanter Flug von Selina Freitag zur deutschen Rekordweite von 227,5 Metern im zweiten Durchgang zählte damit nicht. Gewertet wurde das Ergebnis nach dem ersten Durchgang.

So siegte wie schon am Samstag die Norwegerin Eirin Maria Kvandal vor Nika Prevc aus Slowenien und der Norwegerin Anna Odine Stroem. Freitag landete als beste Deutsche auf Rang zehn. Im ersten Versuch war die Sächsin 216 Meter weit geflogen. Skifliegen zählt erst seit 2024 zum Weltcup-Programm der Athletinnen.

Freitag: "Das gute Gefühl bleibt auf jeden Fall erstmal"

Auch wenn ihr zweiter Flug nicht zählte, war Freitag glücklich. "Heute hat es wirklich richtig, richtig Spaß gemacht", sagte sie im ZDF. "Ich war einfach bereit. Ich habe einfach durchgezogen. Es war mega, mega cool." Die 24-Jährige ergänzte: "Ich freue mich riesig, dass ich das so durchziehen konnte auch vom Kopf her. Das gute Gefühl bleibt auf jeden Fall erstmal."

Am kommenden Wochenende finden zum Abschluss der Weltcup-Saison erneut Skiflug-Wettkämpfe statt, dann im slowenischen Planica.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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