Skispringen 2026: Raimund verzichtet auf Sprung - Wilder Wind führt zu Abbruch

Starker und wechselnder Wind macht eine reguläre Durchführung des Skisprung-Weltcups in Oslo unmöglich. Ein deutscher Olympiasieger trifft eine außergewöhnliche Entscheidung. Er bekommt viel Zuspruch.

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Deutschlands Skispringer Karl Geiger in Aktion. (Foto) Suche
Deutschlands Skispringer Karl Geiger in Aktion. Bild: picture alliance/dpa | Daniel Karmann

Olympiasieger Philipp Raimund verzichtete freiwillig auf seinen Sprung, Teamkollege Felix Hoffmann hatte einen Sturz bei starkem und wechselndem Wind kurz zuvor gerade noch verhindert. Der Weltcup der Skispringer im norwegischen Oslo ist nach einem Durchgang abgebrochen worden.

"Ich habe gemerkt, es wird immer noch wilder, immer noch unabsehbarer", sagte Raimund in der ARD zu seiner Entscheidung, schon im ersten Durchgang nicht zu springen. "Ich bin freiwillig hier, ich will Spaß am Skispringen haben und muss mir dann nicht noch Sorgen machen, ob ich heil unten ankomme."

Hannawald: "Da kannst du auch Lotto spielen"

Den Sieg sicherte sich erstmals in seiner Karriere der Japaner Tomofumi Naito vor dem zweitplatzierten Slowenen Anze Lanisek und dem Finnen Antti Aalto auf Rang drei. Karl Geiger belegte als bester Deutscher mit einem Sprung auf 127,5 Meter den elften Platz. Andreas Wellinger wurde Zwölfter. Im Fokus stand jedoch für viele nicht das Ergebnis, sondern die Gesundheit der Athleten.

"Ich gebe ihm vollkommen Recht", sagte Skisprung-Legende Sven Hannawald in der ARD zu Raimunds Entscheidung, auf seinen Sprung zu verzichten. "Heute ist es völlig wild." Der 51-Jährige ergänzte: "Da kannst du auch Lotto spielen."

Bundestrainer Stefan Horngacher sah das ähnlich. "Es war seine Entscheidung. Er ist selber runtergegangen. Das finde ich voll in Ordnung", sagte der 56-Jährige. "Es viel schwerer runterzugehen, als runterzuspringen. Das ist für den Sportler viel schlimmer. Aber er hat sich dafür entschieden. Respekt dafür."

Reisch bei den Frauen die beste Deutsche

Die Springerinnen hatten an gleicher Stelle zuvor etwas bessere Bedingungen gehabt. Mit den vorderen Plätzen hatten die Deutschen ebenfalls nichts zu tun. Agnes Reisch belegte als Beste aus dem Team von Bundestrainer Heinz Kuttin beim Sieg der Japanerin Yuki Ito den achten Platz.

Tags zuvor war Reisch, die schon seit längerer Zeit mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, Vierte geworden. "Ich springe tatsächlich nur die Wettkämpfe und kann zu Hause nichts mehr trainieren", erklärte die 26-Jährige.

Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen haben noch zwei Weltcup-Wochenenden vor sich - jeweils mit Skifliegen. Zunächst geht es ins norwegische Vikersund. Vom 26. bis 29. März ist im slowenischen Planica der Saisonabschluss angesetzt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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