Ski alpin 2026: Ski-Rücktritt nach Krebs-Genesung: "Zweites Leben geschenkt"
Ein Schweizer Skirennfahrer besiegt den Krebs und schafft ein Comeback im Weltcup. Doch die Saison fährt er nicht zu Ende - mit eindringlichen Worten verkündet der Eidgenosse sein Karriereende.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der nach einer Krebs-Erkrankung in den Ski-Weltcup zurückgekehrte Niels Hintermann hat mit emotionalen Worten sein Karriereende verkündet. "Ich bin nicht mehr bereit, das Leben so zu riskieren, wie ich müsste", sagte der 30-Jährige in Courchevel in einem Interview des Schweizer Fernsehens. "Ich habe ein zweites Leben geschenkt bekommen durch die ganze Therapie. Mit dem kann ich nicht mehr so leichtfertig herumspielen."
Hintermann hatte im Oktober 2024 öffentlich gemacht, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt sei. Er musste sich einer Chemotherapie und Bestrahlung unterziehen. Anfang 2025 teilte er dann mit, vorerst genesen zu sein. Zur aktuellen Weltcup-Saison kehrte er dann zurück und schaffte es zweimal sogar unter besten Sieben. In seiner Karriere hat der Züricher zwei Weltcup-Abfahrten und eine Alpine Kombination gewonnen.
Panikattacken im Starthaus
Bereits bei der Abfahrt vor knapp zwei Wochen in Garmisch-Partenkirchen verzichtete er auf einen Start, auch nun in Courchevel trat er überraschend nicht an. Er berichtete von Panikattacken im Starthaus. "Der ganze Körper zittert, alles ist zu", sagte der Eidgenosse. Er habe "diverse Szenarien im Kopf gehabt, die man definitiv nicht im Kopf haben mag". Hintermann habe alles probiert, selbst Hypnose-Therapien, aber er konnte nicht mehr starten.
In dem TV-Interview wirkte der Sportler glücklich mit der Entscheidung. Er unterstrich, dass eine Abfahrt sehr gefährlich sei, wenn man nicht mehr hundertprozentig überzeugt auf den Skiern stehe. "Ich wollte zu meinen Bedingungen aufhören, ohne dass ich irgendwann im Netz zappeln muss."
Lob von Odermatt
Hintermann hatte nur ganz wenigen Leute in den vergangenen Tagen erzählt, dass sein Karriereende bevorstehe. Teamkollege Marco Odermatt etwa wurde im Zielbereich von Courchevel überrascht. "Wenn der Körper und vor allem der Kopf sagen, dass es genug ist, dann finde ich es stark, das einzusehen", lobte der Gesamtweltcupsieger ebenfalls im Sender SRF.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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