Olympia 2026: "Psychoterror": Biathletin Preuß berichtet von Online-Hass
Franziska Preuß absolviert das letzte Rennen ihrer Karriere. Danach berichtet die Biathletin von schwierigen letzten Tagen. Eine Kollegin löscht sogar die Instagram-App.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Biathletin Franziska Preuß ist bei den Olympischen Winterspielen Opfer von Hassnachrichten in den sozialen Medien geworden. "Dieser Psychoterror, den man da durchmacht und die Tatsache, dass dann jeder sagt: 'Schau ja nicht in Social Media, was über Dich geschrieben wird!', da denkt man sich: krass!", sagte die 31-Jährige nach ihrem letzten Karriererennen im Massenstart von Antholz: "Man ist ja immer noch ein Mensch. Ich habe weder irgendwas Kriminelles gemacht, noch irgendwen umgebracht. Es ist einfach nur Sport."
"Leute, die eigentlich keine Ahnung haben"
Diese negativen Erfahrungen mit abwertenden Kommentaren haben Preuß letztendlich darin bestärkt, dass es die richtige Entscheidung war, ihre Laufbahn nun sofort zu beenden und nicht in den Weltcup zurückzukehren. All das würde eine "eigentlich coole Zeit jetzt vermiesen", sagte Preuß: "Von Leuten von außen, die eigentlich gar keine Ahnung haben, wie schwer das ist."
Sie hatte bei vielen Olympia-Rennen bessere Platzierungen oder sogar Medaillen durch schlechte Leistungen im letzten Schießen vergeben. Entsprechend negativ und völlig überzogen fielen Reaktionen bei Instagram und Co. aus. Sie habe deswegen in den vergangenen Tagen wenig Zeit auf Social Media verbracht. "Das macht man natürlich aus Selbstschutz", sagte Preuß. Ein Stück weit gehöre es zu ihrem Job, dort präsent zu sein. "Aber wenn es persönlich wird, dann ist das nicht mehr so schön und manchmal werden definitiv Grenzen überschritten", sagte sie.
Voigt löschte Instagram: "Richtige Entscheidung"
Teamkollegin Vanessa Voigt berichtete von ähnlichen Erfahrungen. Die Thüringerin hatte sich während der Spiele in Italien sogar dazu entschieden, Instagram ganz von ihrem Handy zu löschen. "Also ich muss sagen, ich war jetzt die letzten Tage wirklich die glücklichste Person. Dieses Instagram, das braucht einfach kein Mensch", sagte die Thüringerin Voigt.
Wegen Verträgen und Verpflichtungen mit Sponsoren gehöre es aber zu ihrem Job und sie werde die App wohl schon bald wieder installieren müssen. "Ich weiß, es sind nur Kommentare und es sind auch die meisten wirklich so lieb und positiv. Aber natürlich hängen immer diese negativen Kommentare, die vielleicht nur drei, vier sind, einfach viel tiefer", sagte Voigt: "Grundsätzlich muss ich sagen, es war die richtige Entscheidung, dass ich diese App gelöscht habe."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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