Olympia 2026: LA-Bürgermeisterin fordert Olympia-Chef zum Rücktritt auf
Die Affäre um den Organisationschef der Olympischen Spiele von Los Angeles spitzt sich zu. Die Bürgermeisterin will ihn nicht mehr im Amt sehen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre hat die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, den Organisationschef der Olympischen Spiele 2028 in LA zum Rücktritt aufgefordert. Sie könne Casey Wasserman zwar nicht entlassen, aber ihrer Meinung nach sollte er zurücktreten, sagte die 72 Jahre alte Demokratin in einem CNN-Interview. Zuvor hatten bereits andere demokratische Politiker diese Forderung gestellt.
Der Organisationschef der nächsten Sommerspiele hatte zuvor einen Mail-Wechsel mit Ghislaine Maxwell, der einstigen Gehilfin des gestorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, eingeräumt. Trotz dieser Verbindung hatte vor kurzem die Spitze des Organisationskomitees nach einer juristischen Prüfung der Angelegenheit und einem Treffen mit Wasserman entschieden, dass er im Amt bleibt.
Bürgermeisterin: Entscheidung pro Wasserman "bedauerlich"
"Der Vorstand hat eine Entscheidung getroffen. Ich finde das bedauerlich. Ich unterstütze diese Entscheidung nicht. Ich denke, wir müssen uns die Führungsriege genauer ansehen", sagte Bass. "Meine Aufgabe als Bürgermeisterin von Los Angeles ist es jedoch, sicherzustellen, dass unsere Stadt bestens vorbereitet ist, um die besten Olympischen Spiele aller Zeiten auszurichten."
In jüngst veröffentlichten Akten im Missbrauchsskandal um Epstein war die Korrespondenz aus dem Jahr 2003 aufgetaucht. Diese habe "lange stattgefunden, bevor ihre schrecklichen Verbrechen bekannt wurden", hatte Wasserman gesagt und sein Bedauern ausgedrückt.
Wasserman hatte zuletzt angekündigt, seine Künstleragentur verkaufen zu wollen. In einer Mitteilung an die Mitarbeiter erklärte er, dass er das Gefühl habe, die Arbeit des Unternehmens zu behindern. Er werde seine "volle Aufmerksamkeit darauf verwenden, Los Angeles im Jahr 2028 Olympische Spiele zu bieten, die dieser herausragenden Stadt würdig sind", hieß es in dem Statement. Zuvor hatten sich prominente Popstars wie Chappell Roan und die frühere Fußballerin Abby Wambach von Wassermans Firma getrennt.
IOC: LA 2028 muss eigene Schlüsse ziehen
IOC-Sprecher Mark Adams verwies darauf, dass dies zu diesem Zeitpunkt eine Angelegenheit für den Vorstand von LA 2028 sei und dass es eine Untersuchung einer unabhängigen Anwaltskanzlei gegeben habe. "Der Vorstand muss dann die Schlussfolgerungen ziehen. Ich weiß, dass im Moment viele Gespräche dazu laufen, aber ich kann im Moment nichts dazu sagen", betonte Adams.
Mithilfe einer externen Anwaltskanzlei habe man festgestellt, dass "die Beziehung von Herrn Wasserman mit Epstein und Maxwell nicht über das hinausging, was öffentlich schon dokumentiert ist", hatten die Olympia-Organisatoren mitgeteilt. Daher solle Wasserman seine Führungsposition behalten. Er führt das Olympia-Projekt in Los Angeles seit der Bewerbungsphase.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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