Biathlon 2026: Nach Doping-Wirbel: Passler vor erstem Olympia-Auftritt

Rebecca Passler kehrt nach ihrem positiven Dopingtest ins Training zurück. Wie das Team auf die Entscheidung reagiert – und was für ihren Staffel-Einsatz bei Olympia noch offen bleibt.

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Ein Biathlet beim Training (Symbolbild). (Foto) Suche
Ein Biathlet beim Training (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | Martin Schutt

Italiens Biathletinnen freuen sich nach der großen Aufregung um eine zwischenzeitliche Doping-Suspendierung auf die Rückkehr von Rebecca Passler. "Die Arme hatte wirklich schwere Tage", sagte Teamkollegin Dorothea Wierer der Nachrichtenagentur Ansa. Am Montag soll Passler in ihrer Heimat Antholz erstmals bei den Olympischen Winterspielen an einem offiziellen Training teilnehmen. Vier Tage vor der Eröffnungsfeier hatte ihr positiver Dopingtest das gesamte Team geschockt.

"Wir haben nie an ihr gezweifelt"

"Wir freuen uns riesig, sie wieder bei uns zu haben", sagte die ehemalige Gesamtweltcupsiegerin Wierer (35): "Ihre Rückkehr ist eine wunderbare Nachricht für uns: Wir haben nie an ihr gezweifelt, aber es ist nie schön, wenn solche Dinge über eine Sportlerin geschrieben werden."

Das Berufungsgericht von Italiens nationaler Anti-Doping-Behörde Nado hatte zuvor entschieden, dass Passler nun doch bei Olympia starten darf. Zuvor war der Fall von der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes Cas in Mailand dorthin verwiesen worden. Die 24-jährige Passler war gegen ihren Olympia-Ausschluss mit einem Antrag vorgegangen und hatte Erfolg.

Startet Passler in Italiens Staffel?

Offen ist, ob Passler am Mittwoch (14.45 Uhr) in der Frauenstaffel an der Seite der Stars Wierer und Lisa Vittozzi zum Einsatz kommt. Eine Entscheidung darüber soll bis Dienstag fallen. "Ich weiß es nicht", sagte Wierer zu Passlers Einsatzchancen: "Ich vermute, sie hat in letzter Zeit wenig trainiert, und das war sicher nicht einfach für sie." Ohnehin liege die Entscheidung nur bei den Trainern, sagte die viermalige Weltmeisterin.

Passler war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Nado positiv auf Letrozol getestet worden. Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentierte, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Ihre Mutter leidet unter Brustkrebs, deswegen befand sich das Medikament in dem Haushalt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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