Olympia 2026: Vor Doping-Anhörung: Rückendeckung für Biathletin Passler
Rebecca Passler kämpft vor dem Sportgerichtshof Cas gegen ihre Dopingsperre. Ihr Team steht weiter an ihrer Seite. Auch der Deutsche Skiverband äußert sich zu dem Fall.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Im Kampf gegen ihre vorläufige Dopingsperre bekommt die italienische Biathletin Rebecca Passler bei den Olympischen Winterspielen im eigenen Land moralische Unterstützung von ihren Teamkolleginnen. "Ich habe ihr natürlich eine Nachricht geschrieben, weil ich ihr in diesem schwierigen Moment nahe sein wollte", sagte Ex-Weltmeisterin Dorothea Wierer in Antholz.
Passler sei eine "tolle Person", die Unterstützung verdient, ergänzte die 35-Jährige, die zweimal den Gesamtweltcup gewann. "Mehr können wir im Moment nicht tun. Wir können nur abwarten und ihr eine große Umarmung schicken."
Anhörung schon am Dienstag
Die 24-jährige Passler will ihre Sperre nicht akzeptieren und reichte beim Internationalen Sportgerichtshof Cas einen entsprechenden Antrag dagegen ein. Schon am kommenden Dienstag wird sie deswegen angehört. Das teilte die Ad-hoc-Kammer des Cas bei den Winterspielen in Mailand mit.
Passler fordert den Angaben zufolge, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme doch noch zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Italiens Anti-Doping-Behörde positiv auf Letrozol getestet und anschließend vorläufig suspendiert worden.
Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentiert laut Cas-Mitteilung, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Schon am Mittwoch steht über 15 Kilometer das erste Einzelrennen der Winterspiele bei den Frauen an.
Deutsches Biathlon-Team nicht misstrauisch
Beim Deutschen Skiverband wird der Fall genau beobachtet, Vorverurteilungen gibt es aber keine. "Misstrauisch sind wir nicht. Wir haben das Gefühl, dass wir über diesen Fall viel zu wenig wissen", sagte Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling. "Wir kennen auch nur diese drei, vier Zeilen, die in der Presse stehen. Die sind absolut nicht ausreichend, eine Bewertung vorzunehmen."
Man müsse den entsprechenden Gremien Zeit geben, den Fall aufzuarbeiten. "Danach kann man dann eine Meinung haben", sagte Bitterling, der auch Mitgefühl für das italienische Team zeigte. "Das wünscht man sich nicht zu Hause für dieses eine große Event im Leben, aber die Situation ist, wie sie ist."
"Am Anfang war es natürlich ein Schock", sagte Wierer zum Bekanntwerden des positiven Dopingbefunds. "Aber wir kennen sie und wissen, dass sie ein starkes Mädchen ist." Teamkollegin Lisa Vittozzi, die Italiens Frauen gemeinsam mit Wierer in der Mixed-Staffel am Sonntag (14.05 Uhr/ZDF und Eurosport) vertritt, ergänzte: "Es waren schlechte Nachrichten, aber wir wissen auch nicht, was genau passiert ist."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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