Olympia 2026: LA-Organisationschef bedauert Mailwechsel mit Epstein-Gehilfin
Kurz vor den Winterspielen muss sich der Organisationschef der nächsten Sommerspiele in Los Angeles wegen früherer E-Mails erklären. IOC-Präsidentin Coventry gibt ein Statement zu den Berichten ab.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Ein Mail-Wechsel des Organisationschefs der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles mit der einstigen Gehilfin des gestorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ist in den Ermittlungsakten zu dem Fall aufgetaucht. Casey Wasserman (51) erklärte in einem Statement: "Ich bedaure meine Korrespondenz mit Ghislaine Maxwell zutiefst." Diese habe "lange stattgefunden, bevor ihre schrecklichen Verbrechen bekannt wurden". Maxwell war 2021 unter anderem wegen des Missbrauchs Minderjähriger zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.
IOC-Chefin Kirsty Coventry zeigte sich wenige Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Italien betrübt über die Berichte über LA-Cheforganisator Wasserman. "Alles, was von diesen Spielen ablenkt, ist traurig", sagte die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees in Mailand.
In jüngst veröffentlichten Akten im Missbrauchsskandal um Epstein waren E-Mails aus dem Jahr 2003 zwischen Wasserman und Epstein-Gehilfin Maxwell aufgetaucht.
Zwar sei er 2002 im Rahmen einer humanitären Reise als Teil einer Delegation der Clinton Foundation mit dem Flugzeug Epsteins geflogen, erklärte Wasserman. "Aber ich hatte niemals eine persönliche oder geschäftliche Beziehung zu Jeffrey Epstein", betonte er. "Es tut mir sehr leid, in irgendeiner Form mit beiden in Verbindung gebracht zu werden." Wasserman führt das Olympia-Projekt in Los Angeles seit der Bewerbungsphase und ist Vorsitzender des Organisationskomitees.
Bislang kein Gespräch mit IOC-Chefin
Das US-Justizministerium veröffentlichte am Freitagabend mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie Tausende Videos und Fotos. Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten.
Wasserman ist Gründer einer globalen Sport-, Musik- und Entertainment-Agentur. Seine Firmen betreuen unter anderem internationale Spitzensportler, Schauspieler und Musiker. IOC-Chefin Coventry ließ wissen, sie habe bislang nicht persönlich mit Wasserman über die jüngsten Veröffentlichungen gesprochen. Seinem Statement gebe es nichts hinzuzufügen.
In der Vergangenheit habe das IOC gelernt, dass immer wieder Schlagzeilen vor Beginn Olympischer Spiele aufkommen. Aber sobald die Spiele eröffnet seien und die Athleten ihre Wettkämpfe beginnen würden, "erinnert sich die Welt an die Magie und den Geist, den die Spiele haben", sagte Coventry.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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