Skisprung-Weltcup der Herren in Zakopane: Lanisek gewinnt im Schnee-Chaos - Paschke in den Top 10
Die deutschen Skispringer wollen im Weltcup-Winter 2025/26 überzeugen. Die nächste Station ist am Wochenende vom 10. bis 11. Januar das stimmungsvolle Zakopane in Polen. Alle Ergebnisse hier.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Skisprung-Weltcup der Herren 2025/26 - aktuelle Ergebnisse
- Zeitplan in Zakopane (Polen) am 10.01. und 11.01.
- Weltcup-Ergebnisse im News-Ticker
Der deutsche Skispringer Pius Paschke startete im vergangenen Winter furios in die neue Saison. Er holte zum Auftakt seinen zweiten Weltcup-Sieg und konnte seine Topform auch in den darauffolgenden Wochen zeigen. Zum Ende des vergangenen Winters gelangen ihm jedoch nur noch selten Spitzenplatzierungen. Stattdessen dominierten die Österreicher. Daniel Tschofenig, Jan Hörl und Stefan Kraft belegten die Plätze eins bis drei in der Weltcup-Gesamtwertung. Die neuen DSV-Hoffnung sind in diesem Jahr der Sommer-Grand-Prix-Sieger Philipp Raimund sowie Überraschungsmann Felix Hoffmann. Überzeugen sie auch beim Weltcup in Zakopane? Hier informieren wir Sie über alle Ergebnisse aus Polen.
Weltcup im Skispringen der Herren 2025/26: Zeitplan in Zakopane (Polen)
So sieht das Programm für die Skispringer in Zakopane aus:
| Datum | Uhrzeit* | Wettbewerb | Sieger |
| Samstag, 10.01.2026 | 14.15 Uhr | Qualifikation Einzel HS140 | |
| Samstag, 10.01.2026 | 16.10 Uhr | Super Team HS140 | Österreich |
| Sonntag, 11.01.2026 | 16.00 Uhr | Einzel HS140 | Anze Lanisek |
* kurzfristige Änderungen im Ablaufplan möglich
Skisprung-Weltcup der Herren 2025/26 im News-Ticker: Alle Ergebnisse aus Zakopane
An dieser Stelle halten wir Sie über alle Ergebnisse beim Weltcup in Zakopane auf dem Laufenden.
+++ 11.01.2026: Wind verweht Skisprung-Rekord von Domen Prevc +++
Im dichten Schneegestöber von Zakopane hat Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc erstmals seit November richtig geschwächelt und damit einen Rekord verpasst. Der 26 Jahre alte Slowene belegte in der polnischen Skisprung-Hochburg nach Sprüngen auf 126,5 und 113,5 Meter nur Rang 27 und schaffte damit nicht den 13. Weltcup-Podestplatz in Serie. Sven Hannawald sprach im Scherz von "einem Skandal".
Mit 13 aufeinanderfolgenden Top-Drei-Platzierungen hätte er mit Rekordhalter Janne Ahonen aus Finnland gleichgezogen. Der Sieg ging an Prevc-Landsmann Anze Lanisek. Das deutsche Team von Bundestrainer Stefan Horngacher erlebte im Anschluss an die Tournee ohne die Top-Athleten ein Wochenende ohne Achtungserfolg.
Einen Tag nach Platz sechs im Super-Team waren Pius Paschke (9.), Andreas Wellinger (22.) und Karl Geiger (31.) wie erwartet ein gutes Stück weg von der absoluten Weltspitze. "Der Wind ist eine echte Herausforderung", sagte Wellinger zu den Verhältnissen.
Geiger noch ohne Olympia-Norm
Die derzeit Besten aus dem Horngacher-Team fehlen an diesem Wochenende. Felix Hoffmann hat Knieprobleme, Philipp Raimund ist krank. Für Geiger bleibt nun nur noch das Wochenende im japanischen Sapporo, um die Olympia-Norm noch zu schaffen. Dafür müsste sich der 32 Jahre alte Allgäuer, dessen bestes Ergebnis bisher ein 23. Platz war, deutlich steigern.
Am Sonntag war das Schneetreiben in Polen so dicht, dass ARD-Experte Hannawald einen großen Schneehaufen auf seiner Kappe platzierte. Der folgende Wettbewerb wurde in hohem Tempo durchgezogen, um die Spur angesichts des kräftigen Niederschlags freizuhalten. Neben Lanisek schafften es die Österreicher Jan Hörl und Manuel Fettner aufs Podium.
Heim-Abschied für Kamil Stoch
Abseits der Weltspitze stand das Wochenende im Zeichen von Schanzen-Legende Kamil Stoch, der zum Saisonende aufhört und deshalb letztmals in Zakopane sprang. Zehntausende Zuschauer feierten den Olympiasieger, der seit 2004 aktiv im Weltcup dabei ist und aus Zakopane kommt.
"Er ist eine sehr große Persönlichkeit, ein sehr netter Kerl und ein akribischer Sportler", sagte Horngacher, der Stoch unter anderem zu Olympia-Gold und zwei Titeln bei der Vierschanzentournee geführt hatte, der ARD.
+++ 10.01.2026: Skispringer Geiger und Paschke im Super Team chancenlos +++
Die dezimierten deutschen Skispringer haben beim Weltcup im polnischen Zakopane erneut enttäuscht. Karl Geiger und Pius Paschke konnten im Super-Team-Wettbewerb erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Das deutsche Duo belegte den sechsten Platz. "Es ist nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben. Das Training lief eigentlich gut", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD.
Den Sieg sicherten sich die Österreicher Stephan Embacher und Jan Hörl mit großem Vorsprung. Rang zwei ging an die Mannschaft aus Slowenien, die auf Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc verzichtete. Auf Platz drei landete Polen. Die derzeit Besten aus dem Horngacher-Team fehlen an diesem Wochenende. Felix Hoffmann hat Knieprobleme, Philipp Raimund ist krank.
Im Super Team, das in diesem Jahr erstmals bei Olympischen Winterspielen ausgetragen wird, springen zwei Athleten pro Nation. Die Sportler der besten Teams sind jeweils dreimal gefordert.
Italiener disqualifiziert
Für etwas Aufsehen sorgte in der polnischen Skisprung-Hochburg die Disqualifikation des Italieners Francesco Cecon. Seine Herausnahme aus dem Wettbewerb wurde vom Weltverband Fis mit einer Manipulation des Anzugs vor dem Start begründet. Worin diese genau bestand, teilte die Fis zunächst nicht mit. Die Begründung ist ungewöhnlich.
Nach dem Skandal um manipulierte Sprunganzüge des norwegischen Teams bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Trondheim, wurden die Materialkontrollen verschärft. Schon bei der Vierschanzentournee und in weiteren bisherigen Weltcupspringen hatte es Disqualifikationen gegeben. Häufig wurden sie mit einer nicht zugelassenen Anzuglänge begründet.
+++ 08.01.2026: Weltcup-Pause für deutsche Skisprung-Asse +++
Deutschlands Top-Skispringer Felix Hoffmann und Philipp Raimund müssen aus gesundheitlichen Gründen beim Weltcup in Zakopane eine Wettkampfpause einlegen. Hoffmann fällt vorerst wegen einer Kniereizung aus. Raimund wird am Wochenende aufgrund einer Erkältung geschont. "Die Wettkämpfe in Polen kämen für Philipp zu früh, das haben wir gemeinsam und mit unserem medizinischen Stab abgestimmt", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher.
Somit ist der Deutsche Skiverband bei dem Event im polnischen Skisprung-Mekka nur mit einem Trio vertreten. Die Routiniers Andreas Wellinger, Karl Geiger und Pius Paschke sollen nach ihren schwachen Auftritten bei der Vierschanzentournee weiter an ihrer Sprungtechnik arbeiten. In Zakopane stehen ein Super-Team-Wettbewerb am Samstag und ein Einzelwettkampf am Sonntag auf dem Programm.
Während Raimund bis zur Skiflug-WM in zwei Wochen in Oberstdorf definitiv wieder fit sein dürfte, muss bei Hoffmann der Heilungsverlauf abgewartet werden. Der Tournee-Sechste hatte sich wegen anhaltender Knieschmerzen nach dem Finale in Bischofshofen einer MRT-Untersuchung unterzogen. Dabei wurden keine strukturellen Schäden festgestellt.
Ursache für die Knieschmerzen bei dem 28-Jährigen ist eine Reizung. Diese werde "in den kommenden Tagen konservativ und physiotherapeutisch behandelt. Zudem wird eine Belastung vermieden", berichtete Horngacher.
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gom/news.de/dpa
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