Dresden/Willemstad: WM-Gegner Curaçao: Was Sachsens Wirtschaft dorthin verbindet
Der erste WM-Gegner der deutschen Elf am Sonntag heißt Curaçao. Was verbindet Sachsens Wirtschaft mit dem Karibikland, das weniger Einwohner als Chemnitz hat?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Karibikinsel Curaçao dürfte den meisten Sachsen vor allem durch den gleichnamigen Orangenlikör bekannt sein. Doch spätestens zum WM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag weckt sie großes Interesse hierzulande. Denn deren Mannschaft ist der erste Gegner des Teams um Kapitän Joshua Kimmich. Das Land ist zwar autonom, gehört aber zum Königreich Niederlande. Für einige Unternehmen in Sachsen ist es ein Absatzmarkt - wenn auch ein sehr kleiner.
Platz 131 in der Exportstatistik
In der Liste der Handelspartner Sachsens muss man weit nach unten scrollen, um die Insel zu finden. 2025 belegte Curaçao Platz 131 bei den Exporten, bei den Importen Rang 158, wie das Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur informiert. Demnach wurden Waren im Wert von 1,138 Millionen Euro dorthin verkauft - dem standen Einfuhren von gerade einmal 7.000 Euro gegenüber. Exportiert wurden Waren aus dem Kraftfahrzeug- und Maschinenbau, Werkzeuge, Schneidwaren und Essbestecke. Zum Vergleich: Insgesamt hat Sachsen 2025 Waren im Wert von 50,6 Milliarden Euro ins Ausland verkauft.
In der Vergangenheit waren dort auch Textilien "Made in Saxony" gefragt. "Wir haben von 2018 bis 2024 über einen Händler vor Ort in Curaçao Berufsbekleidung für Seniorenheime liefern dürfen", sagt Grit Hartmann, Geschäftsführerin der Friedrich Wilhelm Kunath GmbH in Großröhrsdorf (Landkreis Bautzen), der Deutschen Presse-Agentur. "Seit 2024 ist der Kontakt jedoch aufgrund der recht schwierigen und kostenintensiven Zollabwicklungen abgebrochen." Dem Textil-Branchenverband vti sind aktuell keinerlei Wirtschaftsbeziehungen von Mitgliedsfirmen nach Curaçao bekannt.
In anderen Statistiken ist die Karibikinsel gänzlich unsichtbar. In den Arbeitsmarktdaten etwa werden die Einwohner mit zu den Niederländern gezählt, heißt es bei der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Von den 1,63 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen hatten demnach im vergangenen Jahr 507 einen niederländischen Pass. Ob und wie viele Curaçaoër darunter seien, lasse sich nicht ermitteln, so eine Sprecherin.
Kommen Touristen aus Curaçao nach Sachsen?
Auch im Tourismus ist unklar, ob hiesige Welterbestätten oder die prächtige Dresdner Altstadt Besucher aus Curaçao anlocken. Die Insel werde nicht einzeln betrachtet, heißt es bei der Tourismus Marketing Gesellschaft. Sie zähle zur Herkunftsregion Mittelamerika und Karibik. Von dort kamen im vergangenen Jahr insgesamt 3.300 Gäste in den Freistaat - und blieben im Schnitt 2,1 Tage.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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