Promi-News: Mit KI gegen Einsamkeit? Doris Dörrie und ihr Wunschroboter
Warum Doris Dörrie findet, dass KI die Last von Alter und Krankheit mindern kann – und welche Fähigkeiten ihr ganz persönlicher Humanoide unbedingt haben sollte.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Politik, Romane und ein Brettspiel
Was ihr persönlicher Wunsch-Roboter mitbringen sollte: "Er müsste mit mir über Politik diskutieren können, könnte mir aber auch gerne alle russischen oder französischen Klassiker vorlesen. Alle Bände von Émile Zola, die ich nicht geschafft habe, zum Beispiel", erklärte die Filmemacherin, die das Thema auch in ihrem neuen Film aufgreift. Und auch ein in Japan beliebtes Brettspiel steht auf der Wunschliste ganz oben: "Er müsste mit mir Go spielen".
In der Tragikomödie "Frau Winkler verlässt das Haus" bekommt die ehemalige Schauspielerin (Angela Winkler) von ihrer Tochter (Laura Tonke) genau so einen Roboter an die Seite und ist hocherfreut, als sie entdeckt, dass die Künstliche Intelligenz ganz wunderbar Theaterstücke deklamieren kann. Der Film startet am 1. Oktober im Kino.
"Irrsinnige Furcht" vor Falten
Dörrie möchte mit ihrem Film auch für Offenheit werben bei Themen wie Alter, Krankheit und Tod. "Je mehr wir versuchen, das alles von uns zu schieben und zu leugnen, umso größer wird die Angst", findet sie. "Es fängt an mit dieser irrsinnigen Furcht, irgendwann auch nur eine einzige Falte zu bekommen, und sich am besten schon mit zwanzig Botox zu spritzen. Und es wird dann ergänzt durch diesen Longevity-Wahn, der gerade um sich greift, und diese Vorstellung, dass ich nur die richtigen Übungen machen muss und das richtige Supplement nehmen muss, und dann werde ich schon nicht alt und krank werden und auch nicht sterben."
"Wir unterstützen die Pflege zu wenig"
Und wie soll ihr eigenes Lebensende mal aussehen? "Da wünsche ich mir wie alle Menschen einen guten Tod", sagte die Regisseurin, "in Würde, begleitet, möglichst schmerzfrei". Und das hoffentlich gut gepflegt und umsorgt. "Aber wir haben zu wenig Palliativplätze, zu wenig Hospize, zu wenig Geld für Pflege. Wir unterstützen die Pflege zu wenig und vor allem die Pflegenden zu Hause", resümiert Dörrie. Meistens seien das übrigens Frauen. "Das wird uns Frauen einfach so als Job zugedacht, dass wir das zu leisten haben."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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