Thorsten Legat: Zurück zum Fußball - Reality-Star beendet seine TV-Karriere

Dschungelcamp-Star Thorsten Legat kehrt dem Reality-Fernsehen den Rücken. Der 57-Jährige will sich stattdessen voll auf seine Leidenschaft konzentrieren - und zwar als Cheftrainer des FC Germania Mallorca.

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Thorsten Legat beendet seine Karriere im Reality-TV - und verkündet seine Rückkehr zum Fußball. (Foto) Suche
Thorsten Legat beendet seine Karriere im Reality-TV - und verkündet seine Rückkehr zum Fußball. Bild: picture alliance/dpa | Marius Becker
  • Thorsten Legat gibt das Aus seiner Reality-Karriere bekannt
  • Der 57-Jährige will auf Mallorca Fußballtrainer werden
  • Dafür muss er sich jedoch von seiner Ehefrau trennen

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Thorsten Legat kehrt dem Reality-Fernsehen den Rücken. Der 57-Jährige, der seit einigen Wochen als Cheftrainer den FC Germania Mallorca betreut, machte im Gespräch mit RTL unmissverständlich klar, dass seine Reality-Karriere nun beendet sei. Der Grund für den radikalen Schnitt: Legat will sich vollständig auf seine neue Aufgabe beim neu gegründeten Klub auf der Baleareninsel konzentrieren.

Legat dachte das Angebot wäre ein Scherz

Für Legat ist laut RTL klar: "In der Reality-Szene bin ich weg." Sein letzter Dreh dürfte damit in der Sendung "Prominent verwandt" gewesen sein. Mehr als ein Drehtag käme für ihn nicht in Frage - für mehrtägige oder wochenlange Drehs stünde er nicht mehr zur Verfügung."Ich habe eine Verantwortung über meine Jungs", erklärte er zu seiner Entscheidung.

Geplant war der Wechsel auf die Trainerbank eigentlich nicht - den Anstoß gab ein Telefonat von Alexander Petrovic, der selbst aus dem Reality-TV bekannt ist und beim FC Germania Mallorca als Managing und Marketing Director fungiert. Petrovic fragte Legat, ob er sich vorstellen könne, auf der Insel als Cheftrainer einzusteigen.

Legats spontane Reaktion fiel wenig diplomatisch aus: "Will der mich verar****n?", so Legat zunächst ungläubig gegenüber seiner Frau. Doch das Angebot ließ ihn offenbar doch nicht mehr los. Noch in derselben Nacht stand er wieder auf, las sich das Vereinskonzept ein weiteres Mal durch - und sagte zu. Was als vermeintlicher Scherz begann, stellte damit Legats Leben vollständig auf den Kopf.

Drei Aufstiege in fünf Jahren - mindestens

Die sportlichen Ambitionen des Klubs sind für einen Achtligisten bemerkenswert. Vereinspräsident Amir Aziz, im Hauptberuf Immobilienunternehmer, gab gegenüber RTL eine klare Marschroute vor: "In den ersten fünf Jahren wollen wir mindestens drei Aufstiege feiern." Das Fernziel ist der Sprung in die fünfte spanische Liga, wo der überregionale Spielbetrieb beginnt.

Um diesen ambitionierten Fahrplan zu untermauern, setzt der Verein auf erfahrenes Personal. Der Kader besteht laut Aziz größtenteils aus Spielern, die bereits in der Oberliga, Regionalliga oder Verbandsliga aktiv waren. Darüber hinaus habe man sogar mit ehemaligen Erst- und Zweitligaprofis verhandelt - konkrete Namen wollte der Präsident allerdings nicht preisgeben. Legat selbst hält die Zielsetzung für realistisch: "Das ist nichts Übertriebenes. Du kannst zweimal nicht aufsteigen und hast immer noch die Chance."

30 Jahre Ehe - jetzt muss sich Legat von seiner Frau trennen

Der berufliche Neuanfang fordert Legat allerdings auch einiges ab. Seit drei Jahrzehnten ist Alexandra Legat die Frau an seiner Seite, doch so lange räumlich getrennt waren die beiden nach eigenen Angaben noch nie. "Ich vermisse meine Frau", räumte Legat im RTL-Interview ein.

Trotzdem möchte er vorerst allein auf Mallorca leben. Der Grund ist für den ehemaligen Profi von Werder Bremen, Schalke 04 und dem VfL Bochum klar: "Wenn ich hier meine Arbeit habe, kann ich nur hundertprozentig geben, wenn ich alleine bin." Alexandra trage diese Entscheidung mit und komme einmal im Monat auf die Insel. "Das reicht mir, aber ich muss alleine arbeiten", so Legat.

Die Sehnsucht nach seiner Frau empfindet er dabei nicht als Belastung - im Gegenteil. Das Warten auf seine "große Liebe" gebe ihm auf Mallorca zusätzlichen Antrieb.

"Wer mich duzt, geht" - Legat übernimmt das Kommando

Im Umgang mit seiner Mannschaft lässt Legat keinen Zweifel daran, wer das Sagen hat. Auf die Frage, ob seine Spieler ihn duzen dürften, kam die Antwort ohne jedes Zögern: "Siezen. Wer mich duzt, geht."

Für den 57-Jährigen geht es dabei um Respekt und Ehre. Auf dem Trainingsplatz dulde er keine Kompromisse, betonte er gegenüber RTL: "Mein Leben besteht aus Professionalismus." Obwohl er in seiner Laufbahn unter anderem bei Pep Guardiola hospitierte, lehnt er es ab, sich an anderen Trainern zu orientieren. Stattdessen stellte er mit unverkennbarem Selbstbewusstsein klar: "Ich bin Thorsten Legat."

Diese ganz eigene Handschrift soll den FC Germania Mallorca nun durch die unteren Ligen Spaniens führen. Ob der kompromisslose Stil des früheren Bundesligaprofis auf der Insel Früchte trägt, wird sich zeigen.

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