Frank Beard ist tot: ZZ Top nimmt Abschied - Drummer mit 77 Jahren gestorben

Er gab den Takt vor, jetzt ist Frank Beard gestorben. Er wurde 77 Jahre alt. Mit dem Drummer verliert die Rockband einen Freund und eine Legende am Schlagzeug. Der Leadsänger der Band nimmt jetzt Abschied.

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Frank Beard, Schlagzeuger von ZZ Top, ist mit 77 Jahren gestorben. (Foto) Suche
Frank Beard, Schlagzeuger von ZZ Top, ist mit 77 Jahren gestorben. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Daniel Deslover
  • ZZ-Top-Schlagzeuger Frank Beard mit 77 Jahren gestorben
  • Leadsänger nimmt Abschied von seinem Bandkollegen
  • Todesursache des Musikers ist unklar

ZZ Top trauert um Frank Beard. Der Schlagzeuger der legendären Rockband ist am Montag (17. August 2026) im Alter von 77 Jahren gestorben, wie "Page Six" berichtet. Nun nimmt der Leadsänger von ZZ Top mit einem emotionalen Tribut Abschied.

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Frank Beard ist tot – ZZ-Top-Sängertrauert

Laut dem Sprecher der Band, Bob Merlis, war Beard zuletzt in einem Hospiz und starb dann auf seiner Ranch in Richmond im US-Bundesstaat Texas im Kreis seiner Familie. Eine Autopsie werde nicht durchgeführt, die genaue Todesursache sei unklar.

Frontmann Billy Gibbons würdigte seinen langjährigen Weggefährten auf Instagram mit bewegenden Worten. "Heute haben Bassist Elwood Francis und ich einen großartigen Freund und Mitstreiter verloren, und die Welt hat einen der natürlichsten und innovativsten Schlagzeuger und einen großartigen, wahren Sohn von Texas verloren", erklärte Gibbons. Beards unverwechselbarer Rhythmus sei entscheidend dafür gewesen, ZZ Top an der Spitze zu halten.

Die Rock-Szene reagiert erschüttert. "Frank war einzigartig. Ein verdammt guter Drummer, ein wahres Original und - für uns am wichtigsten - ein großartiger Freund", hieß es in einem Post auf der Facebook-Seite der Rockband Lynyrd Skynyrd. Der frühere Guns N' Roses-Schlagzeuger Matt Sorum würdigte Beard als "das Rückgrat von ZZ Top für 57 Jahre, mit dem besten Shuffle, das die Menschheit kannte". Auch Drummer Brad Wilk, der zeitweise der Band Rage Against the Machine angehörte, würdigte den Verstorbenen.

Viele Fans der Band trauern und teilen Erinnerungen an den Mann, der zum Teil ihres Lebens wurde:

  • "Ruhe in Frieden Frank! Du warstder Rhythmus zum Soundtrack unseres Lebens."
  • "Friedliche Reise, Frank Beard."
  • "Mein aufrichtigstes Beileid und alles Liebe. Einer der Größten."
  • "Das höre ich wirklich ungern. Ich hatte damals in den Aerosmith-Zeiten dank @johndouglas_art eine tolle Zeit beim Catering mit ihm. Diese Videos Mitte der 80er waren einfach unglaublich... @zztop und @stevierayvaughanofficial waren zu 100 % dafür verantwortlich, dass ich mir 1984 meine erste Gitarre gekauft habe. Das alles kam aus Texas!"

ZZ-Top-Drummer kämpfte lange mit Gesundheitsproblemen

Bereits seit über einem Jahr hatte der Musiker mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Schon im März 2025 hatte die Band über Instagram mitgeteilt, dass Beard die Elevation-Tour vorübergehend unterbrechen müsse, um sich um ein gesundheitliches Problem zu kümmern. Damals hieß es, er freue sich auf eine baldige Genesung.

Im September 2025 kehrte er tatsächlich auf die Bühne zurück. Sein letzter Auftritt mit ZZ Top fand jedoch im November desselben Jahres statt.

Bei der im März 2026 gestarteten "The Big One!"-Tour fehlte Beard dann komplett. Aufmerksamen Fans war seine Abwesenheit bereits im Mai aufgefallen – in Foren wie Reddit wurde über seinen Verbleib spekuliert. Offiziell äußerte sich die Band zu diesem Zeitpunkt nicht zu den Gründen seines Fehlens.

Konzertabsage kurz vor Frank Beards Tod

Anfang August schlug die Situation dann öffentlich Wellen. Nur wenige Stunden vor dem geplanten Konzert am 5. August im Hollywood Bowl in Los Angeles sagte die Band den Auftritt ab. Als Begründung wurden "unvorhergesehene personelle Angelegenheiten" genannt. Gibbons sprach von "unüberwindbaren Hindernissen", die eine Durchführung unmöglich gemacht hätten.

Beards Gesundheitszustand wurde dabei zunächst nicht erwähnt. Erst knapp eine Woche später bestätigte die Band laut "People", dass der Schlagzeuger sich krankheitsbedingt erneut zurückziehe. Als Ersatz hinter dem Schlagzeug wurde Michael Monahan eingesetzt. Nur wenige Wochen nach dieser Bekanntgabe verstarb Beard.

Mit Beards Tod verliert ZZ Top bereits das zweite Gründungsmitglied innerhalb weniger Jahre. Bassist Dusty Hill war 2021 im Schlaf verstorben. Elwood Francis übernahm daraufhin seinen Platz in der Band.

ZZ Top schrieb Rockgeschichte

Beard wurde am 11. Juni 1949 in der texanischen Stadt Frankston geboren. Er spielte in Schulbands und wurde schließlich zu einer Größe in der Musikszene von Dallas, wie das Branchenmagazin "Rolling Stone" zu berichten weiß.

ZZ Top wurde im Sommer 1969 in Houston gegründet. Sänger und Gitarrist Gibbons war von Anfang an dabei, Beard kam wenig später an Bord und holte Bassist Dusty Hill dazu. Nach Angaben des Band-Managements hatte das Trio im Februar 1970 im texanischen Beaumont seine erste Show. Im Laufe ihrer Karriere veröffentlichte die texanische Band 15 Studioalben und setzte weltweit geschätzte 50 Millionen Tonträger ab.

Der kommerzielle Durchbruch gelang 1973 mit "Tres Hombres". Das dritte Studioalbum gilt heute als Klassiker. Sechs Alben veröffentlichte das Trio allein in den 70ern. Auch in Deutschland gaben sie damals vereinzelte Auftritte, in den USA absolvierten sie von 1976 bis 1977 die riesige "World Wide Texas Tour" mit fast 100 Konzerten.

Der größte Wendepunkt ihrer Karriere kam aber in den 80ern, als Gibbons erstmals mit einem damals brandneuen Fairlight Synthesizer experimentierte. Nach ersten elektronischen Experimenten auf der nur mäßig erfolgreichen Platte "El Loco" (1981) schafften ZZ Top zwei Jahre später einen Meilenstein - der allerdings nicht jedem gefiel. Mit Synthesizern, Drumcomputern und Sequenzern frischten sie ihren Rock-Sound auf, erfanden sich neu und veröffentlichten 1983 das kraftvolle und pulsierende Album "Eliminator". Die Verkaufszahlen gaben ihnen Recht: "Eliminator» wurde zu einem Riesenerfolg der "Little Ol' Band From Texas" (kleine alte Band aus Texas).

Die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame im Jahr 2004 unterstrich die Bedeutung von ZZ Top für die Musikwelt. Mit Frank Beards charakteristischem Schlagzeugspiel verliert die Rockmusik nun eine ihrer markantesten rhythmischen Stimmen.

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/fka/news.de/dpa/stg

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