Jeffrey Epstein: Neue Missbrauchsvorwürfe – mehr als 70 ehemalige Schüler berichten
Ein neuer Untersuchungsbericht erhebt schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Jeffrey Epstein. Demnach soll der verurteilte Sexualstraftäter auch Schüler einer renommierten Kunstschule missbraucht haben.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Bericht nennt Jeffrey Epstein als mutmaßlichen Täter
- Mehr als 70 ehemalige Schüler schildern Missbrauchsvorwürfe
- Schulleitung spricht von "Schockierenden" und "herzzerreißenden" Enthüllungen
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Jeffrey Epstein ist seit einigen Jahren tot. Dennoch ranken sich bis heute zahlreiche Gerüchte um seinen Tod. Nun sorgen neue Enthüllungen erneut für Entsetzen. Ein unabhängiger Untersuchungsbericht erhebt schwere Vorwürfe gegen den verurteilten Sexualstraftäter und bringt ihn mit mutmaßlichen Übergriffen an einer renommierten Kunstschule im US-Bundesstaat Michigan in Verbindung.
Untersuchung deckt jahrzehntelange Vorwürfe auf
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht das Interlochen Center for the Arts, eine angesehene Kunstschule mit angeschlossener Sommerakademie. Der nun veröffentlichte Bericht zeichnet laut "Bild" ein erschütterndes Bild: Demnach sollen sich mutmaßliche Fälle sexuellen Missbrauchs und Groomings über mehrere Jahrzehnte – von den 1950er- bis in die 2010er-Jahre – ereignet haben.
Insgesamt werden 47 mutmaßliche Täter genannt. Mehr als 70 ehemalige Schülerinnen und Schüler schilderten den Ermittlern ihre Erfahrungen. Nach Angaben der Schule arbeitet heute keiner der Beschuldigten mehr für die Einrichtung.
Jeffrey Epstein wird ausdrücklich erwähnt
Besonders brisant ist, dass auch Jeffrey Epstein in dem Bericht als mutmaßlicher Täter aufgeführt wird. Der US-Amerikaner hatte die Sommerakademie in seiner Jugend besucht und unterstützte die Einrichtung später finanziell.
Zwei ehemalige Schüler sagten laut Untersuchungsbericht aus, Epstein habe an ihnen "physische Handlungen sexueller Natur" vorgenommen. Die Vorwürfe gehören zu den schwerwiegendsten Passagen des Berichts und rücken den Fall erneut in den Fokus der Öffentlichkeit.
Schulleitung zeigt sich erschüttert
Die Leitung der Kunstschule reagierte mit Betroffenheit auf die Ergebnisse der Untersuchung. Präsident Trey Devey sprach von "schockierenden" und "herzzerreißenden" Schilderungen der ehemaligen Schülerinnen und Schüler.
Die Einrichtung entschuldigte sich öffentlich bei den Betroffenen und dankte allen, die bereit waren, ihre Erlebnisse zu schildern. Zugleich kündigte die Schule an, die Erkenntnisse aufzuarbeiten und Konsequenzen aus den Ergebnissen zu ziehen.
Dunkles Kapitel wird aufgearbeitet
Der Bericht macht deutlich, wie lange die mutmaßlichen Taten unentdeckt oder ungeahndet geblieben sein sollen. Jahrzehnte nach den ersten geschilderten Vorfällen steht die renommierte Kunstschule nun vor der Aufgabe, eines der schwersten Kapitel ihrer Geschichte aufzuarbeiten. Die neuen Vorwürfe zeigen zudem, dass die Aufarbeitung der Verbrechen Jeffrey Epsteins auch Jahre nach dessen Tod noch längst nicht abgeschlossen ist.
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mlk/news.de
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