Laura Dahlmeier: Ihr letzter Weg – jetzt kommen dramatische Details ans Licht

Ein Jahr nach dem tragischen Tod von Laura Dahlmeier kommen erschütternde Details ans Licht. Eine neue Dokumentation zeigt erstmals, was sich kurz vor dem Unglück am pakistanischen Berg ereignete – und warum selbst erfahrene Retter keine Chance hatten.

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Zwölf Monate nach dem tödlichen Unfall von Laura Dahlmeier bei einer Bergexpedition in Pakistan kommen neue Einzelheiten ans Licht. (Foto) Suche
Zwölf Monate nach dem tödlichen Unfall von Laura Dahlmeier bei einer Bergexpedition in Pakistan kommen neue Einzelheiten ans Licht. Bild: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt
  • Dokumentation enthüllt dramatische Details zum Tod von Laura Dahlmeier
  • Eine Bergsteigerin warnte Dahlmeier wenige Tage vor dem Unglück
  • Retter schildert erstmals den Moment, als er die ehemalige Biathletin tot am Berg entdeckte
  • Bergung wurde abgebrochen, weil die Helfer um ihr eigenes Leben fürchten mussten

Zwölf Monate nach dem tragischen Tod von Laura Dahlmeier (†31) bei einer Bergexpedition in Pakistan kommen bislang unbekannte Details ans Licht. Die ServusTV-Dokumentation "Laura Dahlmeier – ... ein Schritt zu weit", die heute Abend um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, lässt erstmals Augenzeugen des Unglücks zu Wort kommen.

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ServusTV-Doku enthüllt neue Details zu Laura Dahlmeiers Tod

Unter ihnen ist eine spanische Bergsteigerin, die die ehemalige Biathletin "Bild" zufolge noch wenige Tage vor der Katastrophe eindringlich vor den extremen Bedingungen warnte. Auch ein an der Rettungsmission beteiligter Bergsteiger schildert den erschütternden Moment, als er Dahlmeiers leblosen Körper entdeckte. Die Dokumentation ist bereits seit dem Morgen in der ServusTV-Mediathek abrufbar.

Spanische Bergsteigerin warnte Dahlmeier vergeblich

Die Bergsteigerin María Martín, die 2025 selbst zum ersten Mal in Pakistan unterwegs war, begegnete Dahlmeier nur wenige Tage vor dem Unglück im Basecamp. Die Bedingungen dort beschreibt sie als extrem: "Das Wetter war so wechselhaft, wir hatten vielleicht zwei Stunden Sonne pro Tag, sonst nur Regen." Permanent seien Lawinen, Gesteinsbrocken und Eis niedergegangen.

Martín versuchte, Dahlmeier und deren Seilpartnerin Marina die Risiken klarzumachen. "In gebrochenem Englisch versuchte ich zu erklären: Es ist gefährlich, unmöglich", berichtet sie. Sie habe der ehemaligen Biathletin Aufnahmen der Lawinenabgänge gezeigt. Besonders bitter: Die schwersten Lawinen ereigneten sich laut Martín erst, nachdem Dahlmeier das Basecamp am 24. Juli bereits verlassen hatte.

Retter entdeckte Laura Dahlmeiers Leichnam im Seil hängend

Der französische Bergsteiger und Expeditionsleiter Alan Rousseau gehörte zum Rettungsteam, das nach dem Unglück zur Stelle vordrang. Was er dort vorfand, schildert er in der Dokumentation: "Zuerst sahen wir nur das Zelt und dann sahen wir Lauras leblosen Körper." Die frühere Biathletin hing demnach noch immer gesichert im Seil.

Die Umgebung zeugte von der Wucht der Naturgewalten. Rousseau zufolge war der Schnee rund um Dahlmeier "völlig schwarz von all dem Fels, Schlamm und Dreck", der die Felswand hinabgedonnert war. Das Ausmaß der Zerstörung verdeutlichte, welche massiven Geröll- und Schlammmassen über die Route niedergegangen waren.

Dahlmeier-Bergung zu riskant – Retter fürchteten um ihr eigenes Leben

Das Team wog sämtliche Optionen ab, um Dahlmeiers Leichnam zu bergen. Doch nach eingehender Beratung fiel die Entscheidung gegen einen solchen Versuch. "Wir haben alle Möglichkeiten durchgespielt, wie wir da hinkommen könnten", schildert Rousseau. "Uns war allen klar: Wer da reingeht, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel."

Die Unglücksstelle war durch die anhaltenden Lawinen- und Geröllabgänge derart gefährdet, dass ein Vordringen für die Helfer nicht zu verantworten gewesen wäre. Dahlmeiers Leichnam verblieb daher am Berg.

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