Alexander Held ist tot: TV-Star nach kurzer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben

Alexander Held, der mit seiner Rolle als Kommissar Schaller in der ZDF-Krimireihe "München Mord" einem Millionenpublikum bekannt wurde, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Es ist von einer kurzen Krankheit die Rede.

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Schauspieler Alexander Held ist gestorben. (Foto) Suche
Schauspieler Alexander Held ist gestorben. Bild: picture alliance/dpa | Stefan Sauer
  • Alexander Held ist tot
  • TV-Star spielte Ludwig Schaller in der ZDF-Krimireihe "München Mord"
  • Trauer nach Tod von Alexander Held: "Er bleibt für immer ein Held für mich"
  • Verletzung beendete Alexander Helds Fußballtraum bei 1860 München
  • Alexander Held: Von den Kammerspielen bis nach Hollywood
  • Bayerischer Fernsehpreis wurde zur Liebeserklärung

Im Alter von 67 Jahren ist der Schauspieler Alexander Held verstorben. Wie sein langjähriger Weggefährte, TV-Produzent Sven Burgemeister, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bekanntgab, verstarb der Mime bereits am vergangenen Dienstag unerwartet nach kurzer Krankheit.

Alexander Held ist tot: TV-Star spielteLudwig Schaller in der ZDF-Krimireihe "München Mord"

Die deutsche Film- und Fernsehlandschaft verliert mit Held einen vielseitigen Darsteller, der sowohl im ernsten Drama als auch in unterhaltsamen Formaten überzeugte.Einem breiten Publikum wurde Held durch seine Verkörperung des Kommissars Ludwig Schaller in der ZDF-Krimireihe "München Mord" bekannt.

Doch seine schauspielerische Bandbreite zeigte sich auch auf der großen Leinwand: In bedeutenden deutschen Kinoproduktionen wie "Sophie Scholl - Die letzten Tage" und "Der Untergang" hinterließ er ebenso seine Spuren wie in der Erfolgskomödie "Der Schuh des Manitu".

Trauer nach Tod von Alexander Held: "Er bleibt für immer ein Held für mich"

Sven Burgemeister, der als TV-Produzent bei über 30 Filmen mit Alexander Held zusammenarbeitete, fand bewegende Worte für den Verstorbenen.

  • "Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung", erklärte er.

Der Produzent hob besonders Helds schauspielerische Qualitäten hervor: Mit seiner unbeirrbaren Haltung habe er stets überrascht und jeder Rolle besondere Tiefe gegeben. Burgemeister würdigte zudem die menschlichen Eigenschaften seines langjährigen Freundes und äußerte Dankbarkeit für dessen Vertrauen und außergewöhnliche Loyalität.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Produzent von der Aufmerksamkeit, die Held allen Menschen entgegenbrachte.

  • "Er wird uns allen unglaublich fehlen. Alexander bleibt für immer ein Held für mich", sagte Burgemeister. 

Verletzung beendete Alexander Helds Fußballtraum bei 1860 München

Bevor Alexander Held die Bühnen und Leinwände eroberte, zeigte er bereits in anderen Bereichen außergewöhnliches Talent. Zwischen 1968 und 1970 wirkte er als Solosänger bei den renommierten Regensburger Domspatzen und beeindruckte mit seiner Gesangsstimme.

Parallel entfaltete sich ein weiteres bemerkenswertes Talent: Im Tor von 1860 München machte der junge Held auf sich aufmerksam. Mit den Löwen feierte er insgesamt fünf Jugendmeisterschaften und schien auf dem besten Weg zu einer Karriere als Profifußballer.

Doch eine Verletzung sollte seinem sportlichen Traum ein jähes Ende setzen. Der Weg zum Profisport blieb ihm dadurch verwehrt. Was zunächst als Rückschlag erschien, erwies sich im Nachhinein als Wendepunkt: Die Schauspielerei wurde zu seiner wahren Berufung und ermöglichte ihm eine Karriere, die Jahrzehnte überdauern sollte.

Alexander Held: Von den Kammerspielen bis nach Hollywood

Nach dem Ende seiner sportlichen Ambitionen fand Held seinen Weg zur Schauspielkunst. An der angesehenen Otto-Falckenberg-Schule erhielt er seine professionelle Ausbildung, die den Grundstein für eine bemerkenswerte Bühnenkarriere legte. 1980 begann sein Weg am Theater mit einem Engagement an den Münchner Kammerspielen.

Seine Theaterlaufbahn führte ihn anschließend zu bedeutenden Bühnen im deutschsprachigen Raum. An der Freien Volksbühne Berlin arbeitete er unter der Regie von Hans Neuenfels, später folgten Engagements am Staatsschauspiel Hannover und bei den prestigeträchtigen Salzburger Festspielen.

Den Schritt vor die Kamera wagte Held 1993 mit seiner ersten Fernsehrolle in der kultigen Krimiserie "Derrick". Dieser Einstieg markierte den Beginn einer erfolgreichen Film- und Fernsehkarriere, die ihn auch zu internationalen Großproduktionen führte.

Seine Präsenz auf der Leinwand blieb nicht auf deutsche Produktionen beschränkt: In Steven Spielbergs weltbekanntem Drama "Schindlers Liste" war Held ebenso zu sehen. Die Vielfalt seiner Rollen belegt eindrucksvoll seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit.

Bayerischer Fernsehpreis wurde zur Liebeserklärung

Im Privatleben fand Alexander Held sein großes Glück an der Seite von Patricia Fugger, die dem bayerischen Adelsgeschlecht Fugger von Babenhausen entstammte. Im Jahr 2005 gaben sich die beiden das Jawort und begannen ein gemeinsames Leben.

Doch das Schicksal schlug hart zu: Nur neun Jahre nach der Hochzeit verstarb Patricia Fugger im Jahr 2014 völlig unerwartet im Alter von lediglich 51 Jahren. Dieser Verlust traf den Schauspieler zutiefst und sollte sein Leben nachhaltig prägen.

Im selben Jahr der Tragödie erhielt Held den Bayerischen Fernsehpreis als herausragender Serien-Darsteller. Die Auszeichnung nutzte er für eine zutiefst persönliche Geste: Mit ergreifenden Worten widmete er die Ehrung seiner verstorbenen Ehefrau. Diese öffentliche Liebeserklärung zeugte von der innigen Verbundenheit des Paares.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Schauspieler im beschaulichen Erl in der österreichischen Region Tirol, wo er nun im Alter von 67 Jahren verstarb.

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/news.de/dpa

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