Epstein-Files: Opfer packen aus - Angst, Machtmissbrauch und Zweifel am Tod des Pädophilen
Mehrere Frauen brechen ihr Schweigen über Jeffrey Epstein, schildern Angst, Missbrauch auf seinen Anwesen und zweifeln am offiziellen Selbstmord. Ihre Aussagen offenbaren langanhaltende psychische Folgen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Epsteins Opfer berichten erstmals gemeinsam über Gewalt und Machtmissbrauch
- Zweifel am Selbstmord von Epstein werden erneut öffentlich geäußert
- Langfristige Traumata und seelische Belastungen prägen die Überlebenden bis heute
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Mehrere Frauen, die von Jeffrey Epstein missbraucht wurden, haben sich jetzt erstmals gemeinsam geäußert. Sie schildern dunkle Erfahrungen auf seinen Anwesen, sprechen über Angst, Machtmissbrauch und äußern Skepsis gegenüber Epsteins Tod.
Epstein-Opfer: "Er genoss die Angst in unseren Augen"
Lisa Phillips, die Epstein während ihrer Zeit als Fotomodel begegnete, beschreibt die Atmosphäre auf seiner Ranch in New Mexico als "kalt, unheimlich und bedrückend". Sie berichtet, dass Epstein gezielt Macht über die Opfer ausübte und Angst als Instrument nutzte. "Er mochte es, dass wir erstarrt und verängstigt waren und nicht wussten, was wir tun sollten. Das hat ihn offenbar erregt", so Phillips gegenüber der "BBC". Sie zweifelt zudem daran, dass Epstein sich selbst das Leben genommen hat. "Wir kannten ihn, wir kannten seine Art. Ich glaube nicht, dass er Selbstmord begangen hat", erklärte sie.
“We were so stupid and so innocent at the same time…”
— BBC Newsnight (@BBCNewsnight) March 25, 2026
“You were innocent. You weren’t stupid…”
Five survivors of Jeffrey Epstein’s abuse share their testimonies and photographs of their younger selves with @vicderbyshire#Newsnight pic.twitter.com/MZxxRTgcDX
Reisen und Übergriffe – traumatische Erinnerungen
Auch Chauntae Davies erzählt laut "Welt" von traumatischen Erfahrungen: Sie reiste mit Epstein und weiteren prominenten Persönlichkeiten nach Afrika, offiziell für Aids-Projekte. Hinter den Kulissen sei sie jedoch Opfer körperlicher Übergriffe geworden. Davies bezeichnet die Zeit auf Epsteins Privatinsel und den Zwischenstopp in Portugal als "erschütternd und unheimlich".
"Dort, auf der Zorro Ranch, habe ich meine dunkelsten Erinnerungen erlebt. Ich fühlte mich gefangen und ausgeliefert", berichtet sie. Selbst Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten wie Bill Clinton trugen keinen Schutz: "Ich hätte niemandem davon erzählen können. Was hätte es schon geändert?"
Langfristige Folgen für die Opfer von Jeffrey Epstein
Joanna Harrison, deren Identität durch die Veröffentlichung der Epstein-Akten bekannt wurde, beschreibt die psychische Belastung der vergangenen Jahre. Sie sagt: "Es kommt an einen Punkt, an dem man erstickt wird. Sechs Jahre lang jeden Tag das Gesicht seines Missbrauchstäters im Fernsehen zu sehen, ist unerträglich."
Auch Wendy Pesante, die Epstein bereits mit 14 Jahren begegnete, betont die langfristigen Auswirkungen: "Solch ein Missbrauch verzerrt die eigene Realität für lange Zeit. Mit 14 Jahren sollte man nicht die Denkweise einer Arbeiterin dieses Milieus haben."
Zweifel an Gerechtigkeit
Alle Frauen äußern ein tiefes Misstrauen gegenüber der Gerechtigkeit. Harrison: "Ich habe Fragen, auf die ich nie eine Antwort bekommen werde." Phillips ergänzt, dass alte Fotos sie an die Unschuld erinnern, die sie vor Epsteins Einfluss hatte: "Ich hatte keine Ahnung, was mir bevorstand."
Die gemeinsamen Aussagen der Opfer verdeutlichen erneut die Tragweite von Epsteins Taten und werfen erneut Fragen über die Umstände seines Todes auf.
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mlk/news.de
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