Carmen Geiss: Gefangen in der Photoshop-Falle - das doppelte Spiel der TV-Millionärin
Carmen Geiss behauptet, keine Filter nötig zu haben. Doch ihre Instagram-Bilder erzählen eine andere Geschichte. Das Problem sind nicht die Retuschen, sondern ihre Unehrlichkeit. Wer Filter nutzt, sollte dazu stehen. Alles andere setzt falsche Maßstäbe für Jung und Alt. Ein Kommentar.
Von news.de-Redakteurin Franziska Kais - Uhr
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- Carmen Geiss total verändert auf neuen Fotos bei Instagram
- TV-Millionärin kaum wiederzuerkennen
- Warum Filter kein Problem sind, Unehrlichkeit aber schon
Carmen Geiss betont bei jeder Gelegenheit, dass sie keine Filter und kein Photoshop nötig habe. Erst kürzlich machte sie ihren Hatern im Netz eine klare Ansage: "Keine Fake-Filter-Show. Alle Pics 100% ohne Filter." Eine Frau, die vermeintlich stolz auf ihr Aussehen ist. Das könnte ein starkes Signal sein, gerade in Zeiten, in denen sich viele, ganz gleich, ob jung oder alt, in der Flut an makellosen Bildern in den sozialen Medien verlieren.
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Carmen Geiss total verändert auf neuen Fotos bei Instagram
Doch das Problem bei Carmen Geiss' Filter-Ansage: Ihre Fotos bei Instagram sprechen jedes Mal aufs Neue eine andere Sprache. Jüngstes Beispiel: Zwei Bilder, die sie Seite an Seite mit ihrer Tochter Shania zeigen. Man könnte die beiden Frauen glatt für Geschwister halten. Carmens Haut ist glatter als die eines Babys und in ihrem Gesicht ist nicht eine Falte zu sehen. Details, die Fragen aufwerfen. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die TV-Millionärin im Mai ihren 60. Geburtstag gefeiert hat.
Carmen Geiss und ihr doppeltes Spiel
An die junge Generation sendet Carmen Geiss damit eine doppelte Botschaft. Sie predigt Natürlichkeit, zeigt ihren Followern aber Bilder, die offensichtlich nachbearbeitet sind. Für junge Fans entsteht so ein widersprüchliches Signal: Einerseits sollen sie glauben, dass Schönheit ganz ohne Tricks möglich ist, andererseits sehen sie ein makelloses Ideal, das so niemand erreichen kann. Und die ältere Generation? Die, die Carmen Geiss vielleicht als Vorbild sieht? Sie bekommt suggeriert, dass man Altersspuren bei ihr nicht sehen würde.
Filter sind okay, aber Carmen Geiss' Versteckspiel ist es nicht
Darum, liebe Carmen: Filter sind per se kein Verbrechen. Jeder sollte sich so präsentieren, wie er sich am wohlsten fühlt. Aber so zu tun, als wären Photoshop und Co. nicht im Spiel, ist das eigentliche Problem. Authentizität heißt nicht, perfekt zu sein. Authentizität heißt, zu dem zu stehen, was man zeigt.
Und vielleicht sollten wir auch langsam anfangen, Falten weniger als Makel, sondern vielmehr als ein Geschenk zu sehen. Denn nicht jedem ist ein langes Leben bis ins hohe Alter vergönnt, weshalb wir stolz auf die Spuren sein sollten, die es hinterlässt.
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