03.11.2019, 07.53 Uhr

Sofia von Spanien: SIE ist die beliebteste Königin aller Zeiten

Spaniens Monarchie stand selten so sehr im Blick der Öffentlichkeit wie in diesem Jahr. Am 02.11.2019 wurde Sophia von Griechenland, ehemalige Königin von Spanien, 81 Jahre und ist so beliebt wie nie.

Königin Sofia von Spanien lächelt Bild: picture alliance/Zipi/efe/epa/dpa

Gerüchte über Affären, den stillen Niedergang der Monarchie, Streitigkeiten mit der Schwiegertochter und das Ableben von König Juan Carlos bestimmten die letzten Monate der spanischen Presse.

Die Wurzeln der stolzen Prinzessin

1938 wurde Prinzessin Sophia Margarita Victoria Friederika von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg in Athen geboren. Sie ist sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits mit dem letzten deutschen Kaiser Wilhelm II verwandt und Tochter von Prinzessin Friederike von Hannover und dem dänischen Prinzen Königs Paul I.

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie, bedingt durch den zweiten Weltkrieg, im Exil in Ägypten, später Südafrika. Nach Ende des Krieges kehrte die Familie nach Griechenland zurück. Während ihr Vater den griechischen Thron bestieg, besuchte sie das Elite-Internat Salem am Bodensee. Nach der Schule folgte eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester, sowie ein Studium der Musik und Archäologie. Als begeisterte Seglerin nahm die Prinzessin 1960 am Segelwettbewerb bei den Olympischen Spielen teil.

Die Mutter der spanischen Monarchie – Juan Carlos und die Kinder

Der spanische Prinz Juan Carlos begegnete Sophia, die später nur noch Sofia hieß, das erste Mal auf einer organisierten Kreuzfahrt auf der Ägäis. 1961 verlobte sich das Paar offiziell und heiratete am 14.05.1962. Sofia konvertierte für ihren Mann zur römisch-katholischen Kirche. Die Eheschließung war eine Liebesheirat und Sofia stürzte sich begeistert in das Erlernen der spanischen Sprache und Erleben der spanischen Kultur. In einem Interview sagt sie einst: "Als ich meinen Mann zum ersten Mal traf, sprach ich kein Wort Spanisch und ich verstand auch kein Wort. Vor der Hochzeit hatte ich dann ein paar Stunden, die ich aber schnell wieder aufgegeben habe. Man lernt die Sprache doch am besten, indem man sich im Lande bewegt und Radio und Fernsehen hört und sich mit den Leuten unterhält. Innerhalb von sechs Monaten habe ich alles verstehen können. Innerhalb eines Jahres habe ich dann auch selber Spanisch gesprochen."

Sofia brachte drei Kinder zur Welt. 1963 Infantin Elena, 1965 Infantin Cristina und 1968 König Felipe. Diese drei Kinder schenkten der Monarchie acht Enkelkinder: vier Mädchen und vier Jungen.
2019 wurde König Juan Carlos versehentlich für tot erklärt.

Nach der Thronbesteigung ihres Sohnes Felipe behielt Sofia ihren Königinnentitel ehrenhalber. Sie gilt als beliebteste spanische Royal in ihrem Volk.

Skandalkönig versus Vorzeigekönigin

Als Skandalkönig verschrien aber dennoch sehr beliebt wurden dem König zahlreiche Affären und anhängige Vaterschaftsklagen nachgesagt. Nach seiner Abdankung, so berichtete die spanische Boulevardpresse, trennte sich Sofia von ihm und zog aus. Neben seinen Frauengeschichten schockierte er auch immer wieder durch moralische Wiedersprüche wie seine Elefantenjagd in Botswana als amtierender Ehrenpräsident des spanischen WWF.

 

Sofias Stiftung - ernstgemeintes Engagement für Spanien

Das soziale Engagement der spanischen Königin ist weltweit bekannt. Mit ihrer Stiftung "Fundación Reina Sofia" unterstützt sie unter anderem Alzheimer-Patienten und barrierefreie Internet-Angebote. Darüber hinaus unterstützt sie Landfrauen, Kreditprogramme und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten. In Anerkennung ihrer Verdienste trägt das Madrider Nationalmuseum für Moderne Kunst den Namen "Museo Reina Sofía".

Das waren die schlimmsten Skandale im spanischen Königshaus

 

Juan Carlos und der tote Königssohn

1956 starb mit 14 Alfonso de Borbón unter mysteriösen Umständen. Sein vier Jahre älterer Bruder war alleine mit ihm im Zimmer als es zu einem folgenschweren Unfall kam. In seinem Beisein soll der 14-jährige eine Waffe gereinigt und sich versehentlich selber erschossen haben. Zumindest war dies die offizielle Version des Königshauses, nachdem der Vater beider Söhne die Waffe angeblich in einen See warf und Juan Carlos schören lies nie wieder darüber zu sprechen.

 

Königin Letizia und der Skandalschmuck

Königin Letizia ist beim Volk ohnehin sehr unbeliebt. Der Verlobungsring von Königin Letizia, der im Volk unbeliebten Frau von König Felipe, wurde 2003 durch einen Betrug finanziert. Iñaki Urdangarín, der Schwager des Monarchen, sollte den Verlobungsring abholen und das Geld auslegen. Dieser tat das auch und bezahlte mit der Kreditkarte der gemeinnützigen Stiftung Nóos. Als Jahre später aufflog, dass der ehemalige Handballer rund sechs Millionen Euro an Spendengeldern veruntreut hatte, fiel auch der Ring in den Skandal. Als Geschenk hatte Urdangarín den Ring nicht bezahlen lassen. Inzwischen sitzt er im Frauenknast seine Strafe ab.

Wie geht es weiter in der spanischen Monarchie?

Alle Augen sind auf die spanische Thronerbin gerichtet. Als erste Frau wird Prinzessin Leonor eines Tages den spanischen Thron besteigen und damit die Tradition der männlichen Thronfolge beenden.

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nbl/news.de

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