20.10.2009, 13.23 Uhr

Rollenverteilung: Petra Gerster schockiert über ihren Mann

Petra Gerster hat die Entscheidung ihres Mannes, sich für eine zeitlang ausschließlich um Haushalt und Kinder zu kümmern, anfangs gar nicht locker genommen. «Ich war erst mal schockiert, weil ich so zur Alleinverdienerin wurde», sagte die ZDF-Moderatorin.

Petra Gerster war erst einmal schockiert, als sie zur Alleinverdienerin wurde. Bild: dpa

Ausschlaggebend für die Rollenverteilung in ihrer Familie sei damals gewesen, «dass meine Moderatorentätigkeit bei Mona Lisa gerade erst anfing und ich nicht hätte sagen können ‹Ich bleibe jetzt ein halbes oder ein Jahr zu Hause und moderiere dann weiter›», sagte die 54-Jährige im Interview mit der Zeitschrift Frau im Spiegel.

Ihr Mann Christian Nürnberger «hatte keine Lust mehr auf das Wirtschafts- und Technologieblatt, für das er als Textchef arbeitete». Lieber wollte er Bücher schreiben. «So schlug er vor, beim Kind zu bleiben und sich selbstständig zu machen», sagte Gerster.

Vor ihrer Entscheidung für den Journalismus hatte sie den Diplomatischen Dienst im Sinn. «Auch Auslandskorrespondentin in Russland wäre so ein Traum gewesen.» Aber irgendwann habe sie gemerkt, dass ihr eine Familie viel wichtiger sei als die Karriere. «Ich konnte mir aber nicht vorstellen, einen Mann zu finden, der alle drei Jahre mit mir den Wohnort wechseln würde», erklärte Gerster. Inzwischen hat das Paar eine 19-jährige Tochter und einen 16-jährigen Sohn.

Nach Ansicht Gersters hält Streit die Beziehung lebendig. Leute, die nicht mal mehr streiten, haben sich ihrer Ansicht nach «gar nichts mehr zu sagen». Auf die Frage, ob der Streit dann mit dem Gute-Nacht-Kuss ende, antwortete sie, dass das leider an ihrem Mann scheitere, der «selbst im größten Streit einschlafen» könne. «Das ärgert mich wahnsinnig, weil ich dann erst recht wach liege.» Aber am nächsten Morgen sei bei ihm alles vergessen - immer. «Das hat auch sein Gutes», meinte Gerster.

juz/nak/news.de/ap

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