Krieg in der Golfregion: Huthi-Miliz: Haben Flughafen Riad erneut angegriffen

Im südlichen Jemen setzen die Huthi die Regierung unter Druck - und feuern nach eigenen Angaben gleichzeitig Raketen nach Norden über die Grenze nach Saudi-Arabien.

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Tryfonov

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat erneut einen Angriff auf den Flughafen in der saudischen Hauptstadt Riad für sich beansprucht. Eine Rakete habe den Flughafen direkt getroffen, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Reisende sowie Fluggesellschaften und deren Mitarbeiter warnte er erneut davor, den saudischen Flugraum zu nutzen, weil dieser nicht vor Angriffen der Huthi sicher sei.

Aus Saudi-Arabien gab es zunächst keine Bestätigung. Seit vergangener Nacht warnte der saudische Zivilschutz aber erneut vor Gefahren in Riad und weiteren Provinzen des Königreichs - mutmaßlich wegen erneuter Angriffe der Huthi aus dem benachbarten Jemen. Diese greifen seit Wochen unter anderem Flughäfen und Öl-Anlagen in Saudi-Arabien an, teils gab es dabei auch Tote und Verletzte.

Auch im Jemen geht der Krieg weiter, wo es seit Monaten erneut zu schweren Gefechten kommt. Die Huthi kämpfen dabei unter anderem im Raum der strategisch wichtigen Stadt Tais gegen Truppen der Regierung, die von verbündeten Milizen und Saudi-Arabien unterstützt werden. Die Huthi greifen auch Ziele in der südlichen Küstenstadt Aden an, wo die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat.

Tais weiter eingekesselt - es fehlt an Wasser und Lebensmitteln

Die ohnehin katastrophale humanitäre Lage im Jemen hat sich durch die Kämpfe noch weiter verschlechtert. Die Huthi-Rebellen haben Tais seit Wochen wieder eingekesselt. Dort werden die Vorräte an Wasser, Lebensmitteln, Kleidung und anderen Gütern knapp. Krankenhäusern fehlt es an Treibstoff und Arzneimitteln. UN-Hilfsorganisationen könnten keine Lieferungen nach Tais bringen, weil Straßen gesperrt seien, sagte ein UN-Sprecher am Dienstag.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge wurden bei den jüngsten Kämpfen mehr als 1.600 Menschen getötet und mehr als 7.300 weitere verletzt. Diese Zahlen unterschieden nicht zwischen Kämpfen und Zivilisten und enthalten auch keine Angaben zu Opfern aus Gebieten, die von den Huthi kontrolliert werden. Seit Beginn der erneuten Kämpfe wurden mehr als 300.000 Menschen vertrieben.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.